BNN 01.07.2021

Vereine und Freundeskreis waren eng in die Planungen für das Waldseebad eingebunden

Von BNN Mitarbeiter Joachim Kocher

BNN01072021
Endspurt: Das sanierte und umgebaute Waldseebad soll am 29. Juli eröffnet werden. Aktuell gehen die Arbeiten zügig voran. Foto: Joachim Kocher

Gaggenau. Der Freundeskreis Waldseebad hatte ursprünglich bei der Sanierung und den Umbau des Waldseebades auf einen Naturbad favorisiert. Die Realisierung als Natur- und technisches Bad war zunächst für die Verantwortlichen des Freundeskreises Waldseebad nach Aussage der Vorsitzenden Sabine Arnold „nur schwer zu verdauen“. Heute, wenige Wochen vor der Eröffnung des sanierten Bades, ist sie jedoch glücklich und zufrieden: „Jeder der an dem Projekt beteiligt war, findet sich wieder. Das ganze Konzept, an dem wir als Freundeskreis mitarbeiten durften, ist toll“.

„Das ganze Konzept, an dem wir mitarbeiten durften, ist toll.“

Sabine Arnold
Freundeskreis Waldseebad

Das neue Waldseebad werde jedem Besucher gerecht, sagt Arnold. „Viele tolle Sachen werden realisiert“. Für die Schwimmer steht ausreichend Platz in den Natur- und technischen Becken zur Verfügung und auch die Ruhesuchenden werden auf ihre Kosten kommen. Ideal ist es aber insbesondere für Familien mit Kindern, betont die Vorsitzende. Arnold hob auch den neuen Kiosk, die Toiletten im hinteren Schwimmbadbereich, die Rutschen sowie den Sprungturm hervor. „All dies waren Wünsche, die uns von Besuchern bei unseren Umfragen seit dem Jahr 2010 immer wieder genannt wurden“. Arnold freut sich aber auch über die 1.800 Quadratmeter Naturbadanteil.

„Das neue Waldseebad wird ein Super-Bad“. Dies sagt Ursula Stern, die seit mehr als 20 Jahren die Schwimm-Abteilung des Turnerbundes Gaggenau (TBG) leitet und ebenfalls von Anfang an in die Planungen mit einbezogen war. So wurden nach Aussage von Stern alle wichtigen Vorschläge in der Planung berücksichtigt und umgesetzt. Das Waldseebad erhält unter anderem ein rechteckiges 25 Meter Sportbecken mit fünf Bahnen, dass voll den Wünschen des Vereins entspricht.

„Unsere Trainer hätten mit Sicherheit gerne ein 50 Meter Becken gehabt, dies war jedoch aufgrund der Kosten und der Vernunft nicht realisierbar“. Schließlich, so Ursula Stern, handelt es sich beim Waldseebad um ein Sommerbad, dass nicht das ganze Jahr, sondern lediglich zwischen Mai und Anfang September benutzt wird.

Der sportliche Leiter Timo Krempel hat vor, nach der Eröffnung des Waldseebades das Training zumindest für die älteren Aktiven im neu sanierten Waldseebad aufzunehmen. Ob dies auch bei den Kindern klappt hängt von den Temperaturen des Wassers ab. „Kinder kühlen schneller aus“, sagt Ursula Stern. Natürlich wäre eine Solaranlage, wie beispielsweise in Reichental vorhanden ist, toll. Dies habe das Waldseebad nicht, sagt Stern und macht deutlich, „dass man aufgrund der Kosten auch vernünftig bleiben muss“. Wichtig ist für die Schwimmer, dass das Waldseebad jetzt öffnet. „Die Ampel steht für uns jetzt schon einmal auf gelb“.

„Das umgebaute Waldseebad entspricht unseren Vorstellungen und Wünschen“, sagt auch der Vorsitzende der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Ortsgruppe Gaggenau, Harald Krug.

Die Ortsgruppe war von Anfang an im Rahmen der Lenkungsgruppe Gaggenau 2030/Bäderdialog in die Planungen eingebunden. „So erhielten wir Einblick in die Planungen und konnten auch unsere Wünsche äußern. Wichtig für uns war und ist, dass uns eine gewisse Tauchstrecke und Wassertiefe von mehr als drei Meter im Sprungbecken zur Verfügung steht. Beide Anforderungen wurden berücksichtigt“.

Bis zum Unwetter im Jahre 2016, bei dem das Bad geflutet wurde, trainierte die DLRG-Ortsgruppe in den Sommermonaten im Waldseebad. Nach Fertigstellung und Eröffnung des Bades wird die DLRG-Ortsgruppe ihr Training im Waldseebad wieder aufnehmen. Aktuell führen die Rettungsschwimmer die Trainingsabende im Bernsteinbad im Sulzbach durch. Krug sprach in diesem Zusammenhang von einer engen Kooperation mit dem Schwimmbadverein aus Sulzbach. „Aufgrund von Corona haben wir eine lange Durststrecke hinter uns“, sagt Krug, „wir sind froh, jetzt wieder trainieren zu können.“

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