GaWo Nr. 25/2021 24.Juni 2021

GaWo24062021 01Per Rutsche ins Nichtschwimmerbecken des technischen Bades. Foto: StVw

Derzeit gleicht die Waldseebadbaustelle oftmals einem Wimmelbild. Denn wie auf den kleinteiligen zahlreichen Geschichten erzählenden Bildern, „wimmelt“ es auch auf der Baustelle im Traischbachtal nur so von Bauarbeitern, Geräten und Materialien.

40 bis 60 Handwerker aus über einem Dutzend verschiedenen Branchen arbeiten derzeit mit Hochdruck daran, das Ziel zu erreichen. „Alle hier sind total motiviert und wollen bis Ende Juli ein fertiges Bad präsentieren“, berichtet Bauleiter Hardy Gutmann von extrem engagierten und begeisterten Handwerkern und Bauleuten, die auch stolz darauf sind, an diesem Bauwerk mitwirken zu können. Das Waldseebad, so urteilt der erfahrene Badbauer dürfte in Deutschland in dieser Art einmalig sein. Dass es außergewöhnlich und besonders wird, davon ist auch Oberbürgermeister Christof Florus überzeugt: „Das ist einmalig in Süddeutschland“, schwärmte er vergangene Woche bei einem Rundgang über die Baustelle. Eindrucksvoll ist nach wie vor die Lage, von den oberen Wiesen lässt sich das gesamte Areal überblicken.

Nicht nur Florus zeigte sich beeindruckt vom Wandel der Baustelle, die derzeit fast täglich ihr Gesicht ändert. Auch Bürgermeister Michael Pfeiffer war begeistert vom Fortschritt und ist optimistisch, dass das Bad Ende Juli öffnen kann. „Es wird mit absolutem Hochdruck hier gearbeitet“. Froh ist er, dass mittlerweile alle Materialien zugesagt sind. Denn wie viele Baustellen hatte auch die Bad-Baustelle mit Lieferengpässen zu kämpfen. Durcheinandergewirbelt wurde der Zeitplan zudem durch die Witterung. „So ein nasses Frühjahr habe ich noch nie erlebt“, erzählt Planer Hardy Gutmann, dass seit Oktober 2020 keine Woche durchgearbeitet werden konnte. In Summe waren es 12,5 Wochen in denen aufgrund des Wetters nicht gearbeitet werden konnte. „Entweder man steht hier im Matsch oder im Staub“, resümierte er die Wetterkapriolen, die letztlich dazu führten, dass das Bad noch nicht offen ist. Aber auch er zeigte sich zuversichtlich, dass die Baderöffnung in greifbare Nähe rückt. „Wir bekommen es hin, wenn nichts mehr passiert“. Risikofaktor ist vor allem die Inbetriebnahme der Bäder. Am Mittwochabend wurde mit der Befüllung der über 2000 Quadratmeter großen Naturbadfläche begonnen. Eine Woche später werden die technischen Becken befüllt. Dann wird sich zeigen, ob alles so funktioniert wie es sein soll.

Zu 100 Prozent wird die Anlage im Sommer nicht nutzbar sein, schränkten die Verantwortlichen bei der Begehung ein. Während die Becken alle komplett genutzt werden können, wird es im Bereich der Liegeflächen zu Einschränkungen kommen. Nicht alles wird bis Ende Juli schon richtig grünen. „Die Vegetation braucht ihre Zeit“, hieß es beim Rundgang.

Technisches Bad mit Chlorwasser

Dafür sind die Becken startklar und lassen auch im ungefüllten Zustand erahnen, welcher Spaß hier künftig möglich ist. Da ist zum einen das Sprungbecken mit einem Sprungturm, der Köpfer oder auch eine „A-Bombe“ aus fünf, drei oder einem Meter ermöglicht. Direkt daneben befindet sich ein Notschwimmerbecken mit breiter Wellenrutsche und einer Art Wasserschaukel, die durch gemeinsames Bewegen für Wellen im Bad und gemeinsamen Spaß sorgt. Wer es sportlich mag, kann im 25 Meter langen Becken seine Bahnen ziehen.

Naturbad mit vielen Attraktionen

Im Naturbad-Schwimmbecken sind auch Distanzen über 50 Meter möglich. Das Schwimmbecken ist geschickt mit dem Nichtschwimmerbecken verbunden und doch voneinander getrennt. In diesem großzügig angelegten Naturbadbereich, in dem Steine das Außenbild dominieren, lockt unter anderem eine große Massagebank, dazwischen gibt es verschiedene Wasserspiele.

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Im Stein verbirgt sich ein Geysir mit meterhohen Fontänen. In der Massagebucht lässt sich entspannen. Der Kleinkindbereich im Naturbad. Fotos: StVw

Im Nichtschwimmerbecken dürfte ein Geysir mit Wasserfontänen von bis zu acht Metern ein Höhepunkt sein. Direkt an das Nichtschwimmerbecken, das sich wie eine Bucht mit seichtem Eingang präsentiert, schließt sich ein Wasser- und Spielparadies für Kinder an. Hier mit Naturbadwasser. Die Chlorwasservariante findet sich etwas oberhalb und bietet ebenfalls viele Überraschungsmomente. In dem Familienbereich des Waldseebadareals wurde eigens auch ein Gebäude mit Umkleiden und Sanitär für Familien errichtet. Freuen werden sich die Familien auch darüber, dass beide Wasserspielbecken für den Nachwuchs mit Sonnensegeln überdacht werden.

Neue Gebäude

Zudem findet sich auf dem Gelände ein neuer Kiosk mit Außenbewirtung. Und auch das bisherige Umkleidegebäude wurde deutlich erweitert. Die teuersten Investitionen bleiben den Besuchern aber verborgen. Sie liegen im Untergrund und im Technikraum. Auf unzählige Kilometer dürften sich die zahlreichen Kabel und Leitungen summieren, die unter anderem dafür sorgen, dass es Licht- und Wasserspiele gibt, dass der Hochwasserschutz gesichert ist und das Badwasser umgewälzt werden kann.

Endspurt für Handwerker

Noch gehört das Waldseebad den Handwerkern und Planern, die mit hoher Leistungsbereitschaft im Einsatz sind. Während die Baufirmen vor allem mit der Geländemodellierung beschäftigt sind, sorgen Elektriker und Fliesenleger in den Gebäuden für Anschlüsse und einladende Gestaltung. Die Gartenbauer arbeiten am Freigelände. Handwerker sind mit den Holzverschalungen der Gebäude beschäftigt. Klimatechniker in den Technikräumen, auch Maler werden noch gefordert.
Es gibt noch was zu tun, bis auch Kleinigkeiten wie Geländer, Zäune oder Stege fertig angebracht sind. Parallel dazu läuft die Fertigstellung des Spielplatzes oder auch die Anlage des Beachvolleyballfeldes.

Bürger-App Umfrage 24.06.2021

33% freuen sich auf den Naturbadbereich

Danke an alle die bei der Umfrage mitgemacht haben

BApp Umfrage 24062021

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