BT 23.04.2021

Arbeiten am Traischbach schreiten voran / Eröffnung im Juli weiterhin fest im Blick – solange das Wetter mitspielt

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Im Regenerationsbereich des Naturbads wachsen bereits Pflanzen, während drumherum die Arbeiten laufen. Fotos: L. Gangl

Von BT-Volontär Lukas Gangl

Gaggenau – Es herrscht reges Treiben auf der Großbaustelle am Traischbach. An allen Ecken und Enden wird mit Hochdruck gearbeitet, damit das Waldseebad möglichst zeitnah fertiggestellt werden kann. „Wir haben nach wie vor das Ziel, bis Juli zu öffnen“, sagt auch Bürgermeister Michael Pfeiffer bestimmt während einer Baustellenbegehung mit dem Bau- und Umweltausschuss und Pressevertretern am vergangenen Mittwoch. „Man sieht es wachsen“, pflichtet ihm Andreas Fritz von der Bauverwaltung bei.

Der Rohbau der Gebäude ist abgeschlossen, just an jenem Mittwoch wurden auch Sprungturm und Rutsche an ihren letztendlichen Standorten montiert – trotz der vielen Baustellengeräte und Erdberge lässt sich der spätere Charakter des Bades immer mehr erahnen. „Es sind mittlerweile so viele Geräte hier auf der Baustelle, dass theoretisch an jeder Ecke gleichzeitig gearbeitet werden kann“, sagt Fritz. Ein Großteil der zuletzt erledigten Arbeiten sei für das bloße Auge aber gar nicht mehr sichtbar, betont er. Unzählige Leitungen seien bereits unterirdisch verlegt, derzeit werden die Leitungen und Kabel für die Stromversorgung eingezogen. Parallel dazu wird am heutigen Freitag der Estrich im Kiosk verlegt, auch dort liegen bereits die benötigten Leitungen. In den Räumlichkeiten der Bademeister wiederum sind die Estricharbeiten bereits vollendet.

Die Kinderbecken seien soweit auch fertig, berichtet Fritz, inklusive Leitungen für Wasserspiele und Spielgerät. Auch die Hochwasserrinne ist fertiggestellt, aktuell plätschert dort friedlich der Traischbach vor sich hin.

Bis Ende April wolle man auch das erste Seitental vollenden können, dort sind gerade die Fundamente für Spielgeräte in Arbeit. Danach folgen dort – nach Zeitplan bereits in der kommenden Woche – die ersten Bäume, diese sollen sukzessive von hinten nach vorne gepflanzt werden. Ebenso sollen die Zäune begrünt werden, damit ein natürlicher Sichtschutz entsteht. Dann fehle dort nur noch der Mutterboden, bevor der Rasen gesät werden könnte. Der Außenbereich nimmt somit Gestalt an.

Zum Thema Parken konnte Pfeiffer gute Nachrichten überbringen: Zur Eröffnung soll es rund 150 Parkplätze geben, somit etwas mehr als früher. Wenn alles fertig ist, sollten es sogar etwa 250 bis 280 sein, eine deutliche Verbesserung. Damit wolle man auch ein Zuparken der Straße vermeiden, wie es früher gang und gäbe war. Radfahrer müssten dann auf die andere Straßenseite weichen, bei einer nachträglichen Straßenertüchtigung könnte man hier jedoch nachbessern, besonders im Hinblick auf Gefahren durch zu schnelle Autofahrer.

Als problematisch könnte sich die angespannte Lage auf dem Holzmarkt herausstellen. Derzeit sei laut Fritz zwar noch genug Baumaterial vorhanden, im zweiten Halbjahr könnte es jedoch knapp werden, da sich Neubestellungen bereits jetzt als schwierig erweisen. Ähnlich verhalte es sich mit Kunststoff, hier sei bereits eine Lieferung im Verzug. Trotzdem ist man „sehr zufrieden, wie es jetzt läuft“ betonen Fritz und Pfeiffer. In wenigen Tagen, am Montag, findet die letzte Vergabe durch das Gremium für Bauarbeiten der Stege statt.

Mit der Befüllung will man bis zum letzten möglichen Moment warten, da derzeit noch zu viel Staub aufgewirbelt wird durch die Bauarbeiten. Außerdem existieren derzeit noch ein paar kleine Unklarheiten über die Befüllung des Naturbads. Klar ist, dass die Befüllung über den Regenerationsteich stattfinden soll. Manfred Schnaible von der Bauaufsicht würde hierfür am liebsten den Grundwasserbrunnen vor Ort nutzen, dieser würde im Optimalfall für den gesamten Naturbadbereich ausreichen. Ob dies letztendlich möglich sein wird, gilt es aber noch abschließend zu klären. 

Ob das Bad rechtzeitig fertig wird, hängt nun von mehreren Faktoren ab, wie Bürgermeister Pfeifer betont. Einerseits bestimmt die Corona-Pandemie maßgeblich, ob die Baustelle planmäßig abgeschlossen werden kann – sollte es zu Ausfällen kommen, würde sich der Termin verschieben. Aber auch das Wetter spielt mit in die Rahmenbedingungen, denn was wäre ein Schwimmbad ohne Rasenfläche? „Die Frage ist: Wie schnell schaffen wir es, auszusäen? Jeder Tag Regen bedeutet einen großen Zeitverlust, da wir warten müssten, bis der Boden wieder trocken ist“, so Pfeiffer. Eine Prognose für den Starttermin sei aktuell noch nicht sinnvoll, findet der Bürgermeister, man müsse vorher mindestens die Arbeit in den Seitentälern des Bades abgeschlossen haben. Auch, ob die Pandemielage zu diesem Zeitpunkt überhaupt eine Öffnung zulässt, betrachtet er kritisch. Er ist sich jedoch zuversichtlich: „Irgendwann im Sommer“ wird die langersehnte Eröffnung des neuen Waldseebads mit Sicherheit stattfinden können.

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Der Sprungturm mitsamt Brettern lädt bereits zum Köpfer ins Becken ein. Die Rutsche wird aktuell an ihrem späteren Standort montiert.

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Auf die Plätze, fertig, los: Die Startblöcke warten auf die ersten Schwimmer im gechlorten Bereich des Bades – dem sogenannten technischen Becken.

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