BT 11.02.2021

Waldseebad: Gemeinderat billigt Detailplanungen / Öffnung im Frühsommer

 BT11022021
Die Waldseebadbaustelle im Januar. Die neuen Becken sind bereits gut zu erkennen. Foto: Thomas Arnold

Gaggenau (vgk/tom) – Er gehe davon aus, dass das Waldseebad im Frühsommer eröffnet werden kann. Das antwortete Bürgermeister Michael Pfeiffer im Gemeinderat auf Nachfrage des SPD-Fraktionsvorsitzenden Gerd Pfrommer. Die beteiligten Firmen zeigen sich davon überzeugt, den derzeit wetterbedingten Stillstand der Arbeiten aufholen zu können. Mehrheitlich bei zwei Enthaltungen beschloss der Gemeinderat die von der Unterarbeitsgruppe „Zukunft Gaggenau 2030“ erarbeiteten Empfehlungen.

Farbkonzept: In Fragen der Gestaltung zeigen sich Planer und Arbeitsgruppe im Wesentlichen einig. Das Farbkonzept sieht für die Holzfassade Quarz auf Aluminium vor. Die Fenster, Türen und Stahlträger werden in Weißaluminium und die Fensterbänke in Aluminium ausgeführt. Die Dächer erhalten eine Eindeckung in Titan-Zinkblech und die Dachunterseite eine Verkleidung mit Dreischichtplatten in der Ausführung Fichte Natur.

Nicht weniger Gedanken machte man sich zur Farbe der Fliesen im neuen Sanitärgebäude. Demnach sollen für die WCs der Jungs Blautöne und für die der Mädchen Rottöne Verwendung finden. Gelbtöne sind dem Toilettenraum für Menschen mit Behinderung vorbehalten, und im Wickelraum kommen unterschiedliche Grüntöne zum Einsatz. Die Bodenfliesen sollen grau sein; die WC-Trennwände sollen entsprechend in hellem Grau gehalten werden.

Für das im Bestandsgebäude geplante zusätzliche Behinderten-WC der Herren wird die Farbgebung den bestehenden Räumen, weiße Wand- und graue Bodenfliesen, angepasst. Das Gleiche ist für Toiletten und Duschen der Angestellten im Anbau vorgesehen. Ebenso für den Kiosk, wobei dort eine spezielle, für Küchen geeignete Bodenfliese (wie in der Jahnhalle) zu verwenden ist.

Außenanlagen: Nochmals optimiert wurde der Verlauf des offenen Gewässers. Zur Kosteneinsparung wurde die Zahl der Sitzbänke und Umkleiden reduziert. Im Innenbereich des Bades kommen Pflastersteine unterschiedlicher Ausprägung zum Einsatz. Der Umfahrungsweg wird mit einfachen Betonpflastersteinen belegt; entlang des Hanges ist Asphaltierung vorgesehen.

Die Handläufe werden in Edelstahl und die Geländer in verzinktem Stahl zur Ausführung kommen. Offenen Holzkabinen als Umkleidemöglichkeit auf den Liegeflächen wurde ebenfalls zugestimmt.

Zudem ist der Damenbereich so umzugestalten, dass der Zugang zu Duschen und Umkleidekabinen nicht mehr einsehbar ist. Sabine Arnold, die Vorsitzende des Waldeebadvereins, freut sich im BT-Gespräch insbesondere darüber: „Das war früher ein unhaltbarer Zustand.“ Generell sei es toll, wie die Anregungen aus den Vereinen in die Planungen einfließen konnten.

Fassaden: Vor dem Hintergrund steigender Kosten wurde ferner überlegt, ob die vorhandenen Türen, die sich in einem guten Zustand befinden, im Bestandsgebäude belassen werden können. Auf die vorgesehene Holzverkleidung wird verzichtet. Stattdessen werden die geschlossenen Bereiche mit Putzfassade versehen. Über deren Farbgestaltung soll nochmals beraten werden. Rund 37.000 Euro hofft man, auf diese Weise einzusparen.

Stege: Als Belag für die Stege stehen Douglasien- oder Lärchenholz sowie Thermoholz zur Auswahl. Die Unterkonstruktion ist mit Stahlträgern auszuführen. Man habe sich bewusst für heimische Holzarten entschieden, antwortete Bürgermeister Pfeiffer auf Nachfrage von Dr. Ellen Markert (CDU), warum keine zertifizierten und fair angebauten, nahezu 30 Jahre haltbaren Tropenhölzer in Betracht kämen. Das Holz werde von unten verschraubt, sodass an der Oberfläche keine Verschraubungen zu Absplitterungen führen, so Pfeiffer.

Heizung und Sanitär: Den Auftrag für die Heizungs- und Sanitärarbeiten erhält die Firma GA-Tec, Baden-Baden auf Grundlage ihres Angebots zum Preis von netto gut 355.000 Euro (brutto knapp 423.000).

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