BNN 10.02.2021

Bürgermeister Pfeiffer geht trotzdem von der Eröffnung des Waldseebads im Frühsommer aus

Von BNN Mitarbeiter
Joachim Kocher

BNN10022021 

Die Sanierung läuft: Der Umbau des Waldseebads Gaggenau wird von den Planern mit circa 60.000 Euro veranschlagt. Hinzu kommen die Kosten für die Ausstattung der behindertengerechten Dusche und Toilette in Höhe von rund 16.500 Euro. Foto: Joachim Kocher

Gaggenau. „Wir gehen nach wie vor davon aus, dass das Waldseebad im Frühsommer eröffnet werden kann, allerdings glaube ich nicht, dass dies im Mai der Fall sein wird.“ Dies sagte Bürgermeister Michael Pfeiffer auf Anfrage von SPD- Fraktionschef Gerd Pfrommer, der sich während der Gaggenauer Gemeinderatssitzung am vergangenen Montag nach den Perspektiven zur Fertigstellung erkundigte. Pfeiffer machte jedoch keinen Hehl daraus, dass man durch Corona und das schlechte Wetter bei den Arbeiten „zurückgeworfen“ wurde.

Der Gemeinderat wurde während seiner Sitzung ausführlich über die Sanierung und den Umbau des Waldseebades sowie über die Ergebnisse der jüngsten Sitzung der Unterarbeitsgruppe „ZG 2030“ durch den Leiter des Bauverwaltungsamtes Andreas Fritz informiert, deren Empfehlungen anschließend vom Gemeinderat mehrheitlich gebilligt wurden. Neben der Farbgestaltung der Holzfassaden, Fenster und Türen wurde unter anderem über die Farbe der Fliesen und die Gestaltung der Freianlage diskutiert.

Im nun vorliegenden Entwurf, der Freianlagenplanung, so Andreas Fritz, wurde der Verlauf des offenen Gewässers nochmals optimiert. Dadurch könne mehr Liegefläche gewonnen werden. Zudem wurde zur Kosteneinsparung die Anzahl der Sitzbänke um 20 reduziert, wodurch 20.000 Euro eingespart werden können.

Zur Sprache kamen auch die Stege. Zur Gewährleistung einer längeren Haltbarkeit ist beabsichtigt, die Unterkonstruktion mit Stahlträgern auszuführen. Die Unterarbeitsgruppe „ZG 2030“ sprach sich mehrheitlich für geriffeltes Douglasienholz aus. Das Holz soll von unten verschraubt werden, so dass an der Oberfläche keine Verschraubungen sichtbar sind, die zu Absplitterungen führen können. Stadträtin Ellen Markert (CDU) betonte, dass Douglasienholz keine lange Lebensdauer habe. „Dies ist uns bewusst“, sagte Bürgermeister Michael Pfeiffer. „Nach zehn Jahren müssen wir den Belag austauschen.“

Die Geländer im Badgelände sowie im Bereich der Gebäude sollen einheitlich gestaltet werden. Sie sollen aus verzinktem Stahl sein, die Handläufe aus Edelstahl. Zur Sprache kam auch das bereits bestehende Kabinengebäude. Nach aktuellem Stand soll im Obergeschoss der Damenbereich so umgestaltet werden, dass der Zugang von den Duschen und Umkleidekabinen nicht einsehbar ist. Ebenso ist im Untergeschoss der Einbau einer behindertengerechten Dusche und Toilette geplant. In diesem Zusammenhang wurde beschlossen, das Obergeschoss mit einer Holzverkleidung zu versehen und neue Holztüren einzubauen.

Der komplette Umbau wird von den Planern mit circa 60.000 Euro veranschlagt. Hinzu kommen die Kosten für die Ausstattung der behindertengerechten Dusche und Toilette in Höhe von rund 16.500 Euro. Im Rahmen der Ausschreibung der Holzfenster und -türen lagen die Preise für die Holztüren deutlich über dem kalkulierten Kostenrahmen. Im Hinblick auf die Kostenentwicklung, so der Leiter des Bauverwaltungsamtes, wurde zur Kosteneinsparung überlegt, ob nicht die vorhandenen Türen belassen werden können, zumal diese noch in einem sehr guten Zustand seien. In diesem Fall wäre es aus gestalterischer Sicht nach Meinung der Verwaltung besser, zwischen dem Bestandsgebäude und dem neuen Anbau eine klare Trennung vorzunehmen und auf die Holzverkleidung zu verzichten. Stattdessen sollten dann die Bereiche, die geschlossen werden, mit einer Putzfassade versehen werden. Die Kosten hierfür würden sich auf circa 23.000 Euro belaufen, so dass rund 37.000 Euro eingespart werden könnten. Die Unterarbeitsgruppe „ZG 2030“, so Andreas Fritz, sprach sich dafür aus, die Umbaumaßnahmen im Obergeschoss und Untergeschoss wie geplant durchzuführen. Unter anderem will man jedoch auf den Austausch der Türen verzichten.

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