Presse

BT 17.04.2021

Stadtverwaltung hofft auf Eröffnung des Waldseebads im Frühsommer

BT17042021Das neue Waldseebad öffnet eventuell in rund zwei Monaten seine Pforten. Foto: Walter

Von BT-Redakteur Ulrich Jahn

Gaggenau – Die Gaggenauer Stadtverwaltung arbeitet zurzeit mit Volldampf auf die Betriebsbereitschaft des Waldseebads hin. Die Verantwortlichen hoffen, dass die Witterung und Corona dann auch im Frühsommer eine Eröffnung zulassen.

Bürgermeister Michael Pfeiffer hatte unlängst im Gemeinderat geäußert, das Waldseebad im Frühsommer öffnen zu können. „Mein Ziel ist die Inbetriebnahme im Juno“, hatte er gesagt, auch wenn dies ein „sportliches“ Ansinnen sei. Juno, das sind rund zwei Monate. In der Bevölkerung gibt es deshalb einige Fragen. Zum Beispiel: Gibt es ein Konzept, wie der Betrieb im Bad unter Corona laufen kann? Für wie viele Besucher, die zeitgleich in der Einrichtung sein dürfen, ist das Waldseebad konzipiert und wie viele Gäste dürfen unter Corona-Beschränkungen, die es zunächst wohl geben wird, ins Bad?

„Auf all diese Fragen können wir im Moment leider keine Antwort geben, da es aktuell noch kein Öffnungskonzept des Landes für Freizeitanlagen wie Bäder gibt“, heißt es dazu von der städtischen Pressestelle. Angesichts der derzeit rollenden dritten Welle „ist auch aus unserer Sicht nicht mit einer baldigen entsprechenden Verordnung für Bäder zu rechnen“. Bei der Stadt weiß man nicht, ob die Vorgaben ähnlich wie im vergangenen Jahr sein werden.

„Da auch wir als Stadtverwaltung noch keine Vorgaben ,von oben‘ haben, sind wir leider gezwungen, abzuwarten – abzuwarten, wie sich die Pandemie-Lage entwickelt und wie Öffnungen aussehen können“, informiert Pressesprecherin Judith Feuerer. Das Bad sei so konzipiert, dass sich (außerhalb der Pandemie) rund 5.000 Besucher in der Einrichtung aufhalten könnten. Würde man die Vorgaben vom vergangenen Jahr für Freibäder übertragen, dann könnten unter Pandemie-Bedingungen „vermutlich etwa 1.000 Personen das Bad besuchen“.

Vermutlich kein Schichtbetrieb

Aktuell gibt es keine konkreten Überlegungen bezüglich der künftigen Nutzungsmöglichkeiten der neuen Freizeiteinrichtung unter Corona-Bedingungen. In die beiden Bäder in Sulzbach und Ottenau durften in der Vorsaison zum Beispiel nur Vereinsmitglieder. In anderen Bädern im Murgtal gab es Schichtbetrieb. Erfahrungen aus anderen kommunalen Bädern im Murgtal brachten laut Feuerer das Ergebnis, dass ein Besucherschichtbetrieb nicht optimal sei. Es habe sich gezeigt, dass sich die Besucherzahl von alleine einpendelt. Der Betrieb in den Freibädern sei unter Corona-Bedingungen zivilisiert abgelaufen. Ein Ansturm war nicht zu verzeichnen. In keinem der beiden Vereinsbäder Sulzbach und Ottenau sei in der vergangenen Saison die Maximalzahl an Besuchern erreicht worden.

Zu den Eintrittspreisen kann die Stadt momentan auch noch nichts sagen, da die neuen Preise (Gebührenordnung) erst im Rahmen einer neuen Haus- und Badeordnung vom Gemeinderat beschlossen werden müssen. Die Gremien werden sich im Mai damit beschäftigen. Es werde dasselbe Kartensystem wie bisher geben – also Einzeleintritt, Familien-, Zehner- und Saisonkarte. Inwieweit Erwerb und Verkauf von Saisonkarten 2021 sinnvoll sei, „können wir erst beurteilen, wenn die Pandemie-Lage übersichtlicher ist und sich zeigt, wie und wann geöffnet werden darf“. Die „normalen“ Öffnungszeiten bleiben gleich: täglich von 9 bis 20 Uhr.

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BT 27.03.2021

Waldseebad: In drei Monaten soll das neue Freizeitparadies bereit zur Eröffnung sein

Von BT-Redakteur Thomas Senger

Gaggenau – Der Frühling hat noch nicht begonnen – aber viele Schwimmbadfreunde warten schon auf den Sommer. Dann soll endlich das Waldseebad wieder öffnen. Doch nicht nur das Corona-Chaos könnte den Badefreuden im Traischbachtal entgegenstehen, sondern auch die Verzögerung bei den Bauarbeiten. Bürgermeister Michael Pfeiffer bleibt gelassen: „Im Frühsommer“ werde das Bad bereit zur Eröffnung sein.

Das biologische Bad ist schon so weit, dass es kurzfristig in Betrieb gehen könnte“, freut er sich, „die Regenerationsbecken sind weitestgehend befüllt.“ Doch wer einen Blick auf das restliche Gelände wirft, dem kommen Zweifel: Diese Mondlandschaft soll in einem Vierteljahr ein Freizeitparadies sein? Der anhaltende Niederschlag im Januar und Februar und damit der matschige Untergrund haben die Erdarbeiten erschwert. „Aber nun ein paar Tage schönes Wetter, dann können die Erdarbeiten Fahrt aufnehmen“, sagt Pfeiffer. Er verweist auf den hinteren Teil des Geländes –  also das eigentliche Tal des Traischbachs, in Richtung des ehemaligen Kneippbeckens. „Diese Fläche ist weitgehend profiliert, da muss nur noch Mutterboden draufgezogen werden.“ Im anderen Bereich ist zwar das Profil ebenfalls weitgehend hergestellt, „aber vor der Mutterbodenandeckung müssen noch Drainagen eingebaut werden.“

Aber eine Liegewiese ist das dann noch lange nicht. Pfeiffer betont deshalb: Wenn im April der Rasen gesät werden kann, dann werde man es zum Frühsommer hinbekommen.

Frühsommer – das ist ein dehnbarer Zeitraum, andererseits ist er phänologisch begrenzt durch den Hochsommer mit Beginn der Lindenblüte. Der hat sich in den letzten Jahren von Ende Juni hin zu Mitte Juni vorverlegt. Doch der Bürgermeister bekräftigt: „Mein Ziel ist die Inbetriebnahme im Juno“ – auch wenn dies ein „sportliches“ Ansinnen sein.

Stichwort

Das Waldseebad war über Jahrzehnte als Chlorbad eine viel besuchte Einrichtung. Auf Beschluss des Gemeinderats 2005 wurde es zu einem Naturbad umgebaut. Nicht zuletzt erhoffte man Einsparungen bei den Folgekosten. Bald nach Eröffnung im Juli 2006 wurde offenbar, dass ein rein biologisches Naturbad mit etlichen Tücken versehen war. Über Planungs- und Ausführungsfehler lief von Ende 2012 bis Ende 2019 ein Beweissicherungsverfahren vor dem Landgericht Baden-Baden. Da Ansprüche gegenüber Planer Rainer Grafinger nicht durchsetzbar waren, hat der Gemeinderat im Februar 2020 einem Vergleich mit dessen Haftpflichtversicherung zugestimmt: Die Stadt erhielt 545.000 Euro.

Schon in den Nullerjahren war klar, dass das Bad zwar einige Jahre weiterbetrieben werden könnte, aber auf jeden Fall aufwendig saniert werden müsse. Die Überflutung des Beckens und der Reinigungsanlagen im Juni 2016 nach einem Starkregen ließen dies Makulatur werden. Das Bad wurde geschlossen. Im September 2019 war Baubeginn für ein neues Bad an alter Stelle: mit mehreren Naturbad- und Chlorbecken. Die für 2020 geplante Wiedereröffnung wurde bald auf Mai 2021 verschoben. Als Grund wurde die hohe Auslastung in der Baubranche genannt, ebenso das Warten auf einen Förderbescheid für den Hochwasserschutz. Die Baukosten werden mit 13,6 Millionen Euro kalkuliert. (tom)

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BT 25.03.2021

Waldseebad: Aufträge für die Kücheneinrichtung des neuen Kiosks vergeben

BT25032021
Die Grundform des neuen Kiosks auf dem Gelände des Waldseebads ist zu erkennen. Nun steht der Innenausbau an. Foto: Strupp

Gaggenau (vgk) – Teurer als gewünscht, aber immerhin billiger als ursprünglich geplant. Der Bau- und Umweltausschuss vergab einstimmig die Anschaffung von Küchenmobiliar, Elektrogeräten sowie Kühl- und Kältetechnik für den neuen Kiosk im Waldseebad. Fünf Fachfirmen waren in einer beschränkten Ausschreibung aufgefordert worden, ein Angebot abzugeben. Preisgünstigste Anbieterin ist die Zintle Söhne GmbH aus Ludwigshafen mit rund 124.400 Euro (brutto: 148.000 Euro). Die Angebote der drei Mitbewerber lagen zwischen 130.000 und knapp 150.000 Euro. Ursprünglich waren die Gesamtkosten auf netto 150.000 Euro geschätzt worden, der Gemeinderat wünschte eine Reduzierung auf rund 102.000 Euro.

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