Presse

BNN 12.08.2020

Temperaturen, die verdächtig nah an die 40 Grad-Marke reichen, weckt bei manchem Kreativität. Es muss nicht immer das Schwimmbad oder der Baggersee sein, wenn man die Murg vor der Haustür hat. Das Gebiet beim Glasersteg mutiert im Augenblick zum Badeparadies, das tief genug ist, um auch einige Züge zu schwimmen. Ausdrücklich untersagt ist das übrigens nicht ausdrücklich, lässt die Stadt auf Anfrage wissen. „Dieser Bereich ist kein Naturschutzgebiet. Das Baden zählt demnach als sogenannter Allgemeingebrauch und ist damit nicht verboten“, teilt Diana Kastl von der Pressestelle der Stadt mit. Christiane Krause-Dimmock

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Was meint der Freundeskreis dazu: „Es wird Zeit, dass das Waldseebad wieder öffnet“.

BT 27.07.2020

Beim Rundgang erläutern Fachleute das Geschehen auf der derzeit größten Baustelle in Gaggenau

bt27072020Auf Anregung des Freundeskreises Waldseebad können sich Bürger ein Bild von den Arbeiten auf dem Gelände im Traischbachtal machen. Foto: Vugrin

Von Christiane Vugrin

Gaggenau – Zwar waren die Becken während des Rundgangs durch die Baustelle „Waldseebad“ bei hochsommerlichen Temperaturen noch nicht mit kühlem Nass gefüllt. Dass das jedoch im Mai 2021 der Fall sein werde, zu dieser Aussage ließ sich Bürgermeister Michael Pfeiffer auf hartnäckiges Nachfragen der Teilnehmer hinreißen. Einen genauen Termin gibt es noch nicht. Doch die Vorfreude darauf, endlich wieder ihr Waldseebad besuchen zu können, war den über 30 Teilnehmern der Baustellenbesichtigung anzumerken.

Sie folgten dem Angebot des Freundeskreises Waldseebad, sich von Experten den Stand der Bauarbeiten zeigen zu lassen. Erfreut über die Resonanz zeigten sich sowohl Bürgermeister Pfeiffer als auch Vereinsvorsitzende Sabine Arnold. Auf staubigem Boden wurde das Gelände erkundet. „Es ist uns wichtig, unsere Vereinsmitglieder, die uns trotz der langen Bauphase die Treue halten, auf dem Laufenden zu halten“, betonte Sabine Arnold.

Mitglieder, Gemeinderäte, DLRG-Mitglieder sowie Bürger zeigten sich interessiert und scheuten sich nicht, ihre Fragen zu den Planungen an die Fachmänner zu richten: Neben Pfeiffer waren dies Andreas Fritz, Bauverwaltungsleiter, und Manfred Schnaible, der Bäderexperte bei der Stadtverwaltung. Bestens vorbereitet bleiben sie keine Antwort schuldig. Schließlich sind die Bauverantwortlichen nach eigenem Bekunden regelmäßig auf der derzeit größten Baustelle Gaggenaus anzutreffen.

Nach anfänglichen Verzögerungen Mitte 2019 sei man wieder im Zeitplan und sogar knapp unter dem Kostenrahmen: netto 13,6 Millionen Euro plus die Kosten für den Hochwasserschutz von 2,8 Millionen. Letzteren bezuschusst das Land mit 70 Prozent. Also bleiben da für die Stadt noch 840 000 Euro hängen. Insgesamt sind es rund vierzehneinhalb Millionen Euro.

„Geplant wurde so, dass die Fehler beim alten Bad sich sicherlich nicht wiederholen werden“, versicherte Michael Pfeiffer. Zwar entstehe nach der Havarie 2016 nun ein komplett neues Waldseebad, es sei jedoch darauf geachtet worden, das einzigartige Ambiente zu erhalten.

Im Kinderbereich wird es beispielsweise ein zweites Sanitärgebäude geben. Das vorhandene Kabinengebäude soll umgebaut und erweitert werden. Zudem werden ein neues Eingangsgebäude und Pumpengebäude errichtet. Der Kiosk wird nach hinten versetzt. Auch das umfangreiche Hochwasserschutzkonzept erläuterten die Fachleute anschaulich.

Im neuen Waldseebad – ein Naturbad mit einer Wasserfläche von 2 100 m2, das um ein chemisch-technisch betriebenes Becken von rund 700 m2 ergänzt wird – wird es neben den verschiedenen Schwimmerbecken, einem fünf Meter hohen Sprungturm und einer Wellenrutsche gerade für kleine Besucher noch einiges zu entdecken geben.

Wegfallen wird der frühere Liegebereich direkt am Schwimmerbecken nach dem Eingang, was zwei ältere Damen bedauerten. „Das war immer unser Platz, so schön, dass es uns wie im Urlaub vorkam“, erzählten die Stammgäste. Doch auch bei ihnen überwiegt die Zuversicht, im nächsten Jahr dann eben einen neuen Lieblingsplatz zu finden.

BT 25.06.2020

Sanierung des Waldseebads

BT25062020Im Waldseebad laufen die Arbeiten auf Hochtouren. Foto: Jahn

Gaggenau (vgk) – Von einer Punktlandung sprach am Montag in der Gemeinderatssitzung Bürgermeister Michael Pfeiffer. „Wir sind bei der Sanierung des Waldseebads im Zeit- und Kostenplan. Es läuft im Moment gut.“

Die Räte hatten über die Vergabe der Rohbauarbeiten für die Gebäude zu entscheiden. Ausgeschrieben waren der Umbau und die Erweiterung der Kabinengebäude, der Bau eines Eingangs- und Pumpengebäudes, der Neubau eines zweiten Sanitärgebäudes sowie eines Kiosks. Ohne Gegenstimme entschied sich das Gremium für die Auftragsvergabe an die Firma Grötz aus Gaggenau. Sie gab mit 761 785 Euro das günstigste Angebot ab. Die Überschreitung der kalkulierten Summe um sechs Prozent rühre daher, dass das Angebot Teilleistungen für die Entwässerungsleitungen enthält, die bei den abwassertechnischen Anlagen kalkuliert sind, so der Bürgermeister.

Die Mehrausgaben bei Gewerken um bis zu 29,1 Prozent werden durch Einsparungen an anderer Stelle wettgemacht. Am größten ist die Differenz bei den Abdichtungsarbeiten. Diese unterschreiten die Kostenberechnung um 44 Prozent. Eine Steigerung erlebten auch die mit 2 168 687 Euro veranschlagten Baunebenkosten um 231 312 Euro. Die geschätzten Baukosten für das Waldseebad betragen 13,6 Millionen Euro. Somit liegen die Ausgaben 274 182 Euro unter der Kostenschätzung.

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