Saison 2018

Freundeskreis 21.12.2018

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ein Jahr ohne Waldseebad geht zu Ende. Wer hat nicht sein geliebtes Waldseebad nach diesem Rekordsommer vermisst. In alle Winde sind die Waldseebadfreunde verstreut. Hier und da trifft man sich und schwärmt von vergangenen Badetagen in unserem geliebten Freibad.

Der Freundeskreis war in diesem Jahr in Sachen Zukunft Waldseebad sehr aktiv, auch wenn dies auf den ersten Blick so nicht den Anschein hatte. Wie in der Mitgliederversammlung angekündigt fand im März unser Workshop „Zukunft Waldseebad“ statt, zu dem wir uns mit Mitgliedern, eingefleischten Waldseebadfans, der Schwimmabteilung des Turnerbundes, DLRG, Lebenshilfe und Vertretern des Arbeitskreises Tourismus und Freizeit getroffen haben. Die Ergebnisse des Workshops haben wir zusammengefasst und in aussagekräftige Konzeptvorschläge ausgearbeitet. Diese durften wir den einzelnen Fraktionen des Gemeinderats und der Verwaltung im Rahmen einer Präsentation vorstellen. Für unsere Arbeit erhielten wir viel Anerkennung, Lob und große Zustimmung.

Von Mai bis Juli folgten Sitzungen der Lenkungsgruppe „Zukunft Gaggenau 2030“ zum Bäderdialog. Neben Mitgliedern der Projektgruppe 2030, hatten auch die Vertreter der Schwimmabteilung TBG, DLRG und des Freundeskreises Gelegenheit, ihre Fragen und Anregungen mit den Planern und der Verwaltung zu diskutieren und einzubringen. Ergebnis war ein Planentwurf für die Neukonzeption des Waldseebades, welcher im Juli, vor der Sommerpause vom Gemeinderat beschlossen wurde.

Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass dieser Entscheidungsprozess in der Gaggenauer Geschichte seines Gleichen sucht. Noch nie wurden Bürger und Vereine so eng in einen kommunalen Entscheidungsprozess mit eingebunden. Unserer Stadtführung und dem Gemeinderat zollen wir für diesen Mut Respekt und Anerkennung.

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Im nächsten Jahr geht es an die Ausgestaltung der planerischen Details. Wir gehen davon aus, dass die Projektgruppe die erfolgreich begonnene Arbeit mit uns und den anderen Wassersport treibenden Vereinen fortsetzt.

Parallel hierzu rückt natürlich der Beginn der Bauarbeiten in den Fokus. Schließlich ist geplant, das Waldseebad im Jahr 2020 wiederzueröffnen. Wir sind immer noch optimistisch, was den Start in 2020 angeht. Der Termin ist zwar sehr ambitioniert aber immer noch zu schaffen. Nebenbei feiert unser Waldseebad nächstes Jahr seinen 90. Geburtstag.

Nach der erfolgreichen Teilnahme im Jahr 2014 nimmt der Freundeskreis in diesem Jahr wieder an der Weihnachtslotterie teil. Der Reinerlös ist für einen guten Zweck: Das Geld geht zu gleichen Teilen an den Schwimmbadverein Sulzbach, den Schwimmbadverein Kuppelsteinbad und den Freundeskreis Waldseebad. Deshalb kauft Lose und unterstützt damit die Gaggenauer Freibäder.

Wir wünschen Euch ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest, schöne Feiertage mit lieben Menschen und das Eure Wünsche und Vorsätze im neuen Jahr in Erfüllung gehen.

Mit weihnachtlichen Grüßen
weihnachten 2019 03Sabine Arnold

Freundeskreis Waldseebad

BNN 18.12.2018

OB Florus vor dem Gemeinderat: „Das Volumen ist in der Geschichte der Stadt Gaggenau einmalig“ / Waldseebad ist der größte Einzelposten

Haushalt soll im Februar verabschiedet werden Florus zum Schuldenstand: „Damit kann ich gut leben“

Von BNN Redaktionsmitglied Thomas Dorscheid

bnn18122018Gaggenau. Der Doppelhaushalt 2019/2020, den Oberbürgermeister Christof Florus in der Gemeinderatssitzung am Montagabend eingebracht hat, ist in zweierlei Hinsicht bemerkenswert: Er ist der erste, der nach dem neuen kommunalen Haushaltsrecht (NKHR) aufgestellt worden ist und „auf einer anderen Denkweise beruht“, so Kämmerer Andreas Merkel im Pressegespräch vor der Sitzung: „Es ist im Prinzip ein „Ressourcenverbrauchskonzept“, das vor allem die Abschreibungen über alle Haushalte hinweg abbildet. Hintergrund ist, mittelfristig den Werteverzehr möglichst vollständig zu erwirtschaften („die schwarze Null“), so dass das Vermögen einer Kommune zumindest nominell von einer Generation an die nächste weitergegeben wird.

Zum zweiten ist der Doppelhaushalt ein Haushalt der Rekordinvestitionen: So sieht der Planentwurf Auszahlungen für Investitionen von insgesamt 48,2 Millionen Euro vor – ein Volumen, so Florus in seiner Rede, „das, soweit es meine Mitarbeiter und ich überblicken können, in der Geschichte der Stadt Gaggenau einmalig ist“ (Durchschnitt bisher: 20 bis 25 Millionen Euro).

Man wolle in den nächsten zwei Jahren massiv Geld in die Hand nehmen, um die Entwicklung der Stadt und die Lebensqualität entscheidend voranzubringen. Investitionsschwergewichte sind zum einen Schulen und Kindergärten, zum zweiten der Bereich Sport/Bäder – und hier vor allem das Waldseebad.

Die Verabschiedung des Haushalts ist – nach den nun bald anstehenden Beratungen im Gemeinderat und in den Ausschüssen – für Februar geplant. Nachfolgend einige Schwerpunkte.

... (gekürzt, kompl. Artikel siehe BNN Ausgabe vom 18.12.2018)

Bäder und Sport

Der größte Einzelposten des Doppelhaushalts 2019/2020 gilt erwartungsgemäß dem Neubau des Waldseebads als Kombibad, stolze zwölf Millionen sind vorgesehen; hinzu kommen 2,4 Millionen für den Hochwasserschutz am Traischbach (abzüglich erwarteter Fördergelder). OB Florus: „Hier wollen wir, was bundesweit bislang nur an ganz wenigen Stellen verwirklicht wurde, eine Sport- und Freizeitanlage schaffen, die aus den Komponenten eines chemisch-technischen Bades und eines Naturbades besteht.“ Für die geplanten Maßnahmen am Freibad Sulzbach sind Investitionsgelder von jeweils 235 000 Euro für 2019 und für 2020 geplant. Die aktuellen Hochbaumaßnahmen im Rotherma (Umbau des zweiten Außenbeckens, die BNN berichteten) werden mit einem städtischen Darlehen über 700 000 Euro begleitet. Im Blick ist auch die anstehende Generalsanierung der Sporthalle im Traischbachtal: In den beiden Folgejahren sind für weitere Maßnahmen 328 000 Euro bereitgestellt, hinzu kommt eine Verpflichtungsermächtigung über 300 000 Euro.

www.bnn.de

BT 24.11.2018

Von Thomas Senger

Gaggenau - Im Rechtsstreit über Planungsfehler beim Bau des Naturbads Waldseebad Gaggenau ist kein Ende abzusehen. Dies geht aus einer Antwort des Landgerichts Baden-Baden hervor. Eigentlich hofft die Stadt auf ein Ende des dort laufenden Beweissicherungsverfahrens in absehbarer Zeit. Es ist seit 2012 anhängig. Daran könnte sich ein Klageverfahren anschließen. In Neckargemünd hingegen, wo Waldseebadplaner Rainer Grafinger ebenfalls ein Naturbad geplant hatte, wurde nun eine außergerichtliche Einigung erzielt.

Wie die Rhein-Neckar-Zeitung berichtete, hat sich vor dem Heidelberger Landgericht in der vergangenen Woche die Stadt Neckargemünd als Klägerin mit den Vertretern des Planers Rainer Grafinger und einem Garten- und Landschaftsbauunternehmen aus München darauf verständigt, einen außergerichtlichen Vergleich anzustreben. Ein Sachverständiger hatte im Naturbad von Neckargemünd einen Schaden von fast 1,1 Millionen Euro festgestellt. Dieser sei durch Planungs- und Baumängel bei der Umgestaltung des Bades in den Jahren 2007 und 2008 entstanden. "Beide Seiten wollen nun zusammen ein Sanierungskonzept entwickeln", so die Rhein-Neckar-Zeitung: "Der Prozess läuft bereits seit acht Jahren."

Das Waldseebad in Gaggenau war über Jahrzehnte als konventionelles Chlorbad eine beliebte und viel besuchte Einrichtung. Auf Beschluss des Gemeinderats im Januar 2005 wurde es zu einem Naturbad umgebaut. Nicht zuletzt erhofften sich die Gemeinderäte dadurch Einsparungen bei den Folgekosten.

Schon bald nach der Eröffnung im Juli 2006 wurde jedoch offenbar, dass die Idee eines rein biologischen Naturbads mit etlichen Tücken in der Realität versehen war. Über die Rolle von möglichen Planungs- und Ausführungsfehlern läuft seit Ende 2012 ein Beweissicherungsverfahren vor dem Landgericht in Baden-Baden.

Auf BT-Anfrage hieß es seitens der Gaggenauer Stadtverwaltung: "Von der Antragsgegnerin wurde mehrfach eine Fristverlängerung zur Abgabe einer Stellungnahme zum vierten Ergänzungsgutachten vom 13. November 2017 beantragt. Die Stellungnahme wurde letztendlich am 4. Juni 2018 abgegeben." Das Landgericht Baden-Baden habe danach den Sachverständigen aufgefordert, ein weiteres ergänzendes Sachverständigengutachten zu erstellen. Dessen Fertigstellung sei nun, ebenfalls nach Fristverlängerung durch das Landgericht Baden-Baden, bis Mitte Dezember 2018 zugesagt.

Das Landgericht Baden-Baden erläutert nun, "dass bislang bei Gericht das Ergänzungsgutachten noch nicht eingegangen ist". Pressesprecherin Katrin Flum bestätigt, dass ein vorheriger Sachverständiger verstorben ist. Zum weiteren Fortgang des Verfahrens sagt sie: "Eine konkrete zeitliche Prognose ist nicht möglich."

Regelmäßig werde im Anschluss an den Eingang eines Gutachtens im Beweissicherungsverfahren (selbstständiges Beweisverfahren) den Parteien eine Stellungnahmefrist zu diesem gesetzt.

Anschließend müssen gegebenenfalls Fragen durch den Sachverständigen schriftlich oder mündlich beantwortet werden. Es kann sich also ein Termin zur mündlichen Sachverständigenanhörung anschließen.

Das Verfahren endet mit einem Beweisergebnis, das in einem Klageverfahren verwendet werden könnte - falls im konkreten Fall die Stadt Gaggenau ein Klageverfahren überhaupt noch anstrengen wollte. "Das Gericht trifft im selbstständigen Beweisverfahren keine Entscheidung", betont Katrin Flum.

Ergänzend hält die Juristin mit Blick auf das Waldseebad fest: "Die Dauer eines selbstständigen Beweisverfahrens hängt - neben der Arbeitsbelastung des jeweiligen Sachverständigen - oft von der technischen Schwierigkeit der Sache ab, da bei komplexen Themen häufig zahlreiche (Nach-)fragen durch die Parteien gestellt werden."

www.badisches-tagblatt.de

 

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