Freundeskreis 20.12.2017

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ein ereignisreiches Jahr mit Infoveranstaltungen und Bürgerbefragung zum Thema Neustrukturierung der Bäderlandschaft in Gaggenau liegt hinter uns. Die wichtigsten Weichen für das neue Waldseebad sind gestellt. Im kommenden Jahr geht es an die Ausgestaltung und Umsetzung getroffener Entscheidungen.

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Wir sind noch lange nicht am Ziel, aufgrund Kostensteigerungen in der Baubranche zeichnet sich schon jetzt ein Anstieg der veranschlagten Baukosten ab. Erste kritische Stimmen aus dem Gemeinderat waren bereits zu vernehmen.

Nachdem wir die Kröte Mischbadvariante, einhergehend mit einer deutlichen Verkleinerung der bestehenden Wasserfläche schlucken mussten, stehen wir weiteren Verkleinerungsplänen kritisch gegenüber. Das wäre das endgültige aus, für das was unser Waldseebad ausmacht. Der einmalige Charakter aus Landschaft und Wasserfläche wäre damit endgültig verloren.

Deshalb brauchen wir in der kommenden Planungsphase jede Unterstützung von Mitgliedern und allen Waldseebadfreunden, um unseren Vorstellungen gegenüber Gemeinderat und Verwaltung mehr Nachdruck zu verleihen.

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Zu Beginn des Jahres, in der ersten Sitzung der strategischen Lenkungsgruppe Zukunft Gaggenau 2030 (ZG 2030) stand die Bäderfrage auf der Tagesordnung. Als beratende Experten waren die Vertreter der Schwimmabteilung des Turnerbundes Gaggenau, des Schwimmbadvereins Kuppelsteinbad und des Freundeskreises Waldseebad eingeladen. Leider blieb die DLRG, welche regelmäßig Badeaufsicht im Waldseebad führt, trotz mehrmaligen Hinweis seitens des Freundeskreises Waldseebad außen vor! Das bedauern wir sehr.

Anfang März haben wir mit großer Enttäuschung das Ergebnis der Bäderumfrage zur Kenntnis genommen. Es ist uns in über sechs Jahren ehrenamtlicher Arbeit nicht gelungen, die Gaggenauer von den Vorteilen ihres Naturbades zu überzeugen. In unseren Besucherumfragen 2013 bis 2016 und in vielen Gesprächen an Infoständen in der Stadt und im Bad zeigte sich früh, dass das Thema „Chlorbad“ und „Naturbad“ emotional und kontrovers in der Gaggenauer Bevölkerung besetzt war. Dennoch zeichnete sich immer eine Pro-Naturbad Stimmung ab.

Es folgten weitere ZG 2030 Sitzungen im März, April und Mai mit unserer Beteiligung. Die erste Grundsatzentscheidung zum Standort wurde im April vom Gemeinderat gefasst. Erwartungsgemäß hat man sich zugunsten bisherigen Waldseebadstandortes entschieden.

Ende Mai fiel, zu unserem großen Bedauern, die Entscheidung gegen ein reines Naturbad für eine Mischbadlösung. Die neue Konzeption sieht vor, dass es künftig systemabhängig zwei getrennte Wasserflächen geben wird. Ein Naturbad mit einer Wasserfläche von 2.100 Quadratmeter und ein chemisch-technisch betriebenes Bad mit einer Wasserfläche von rund 700 Quadratmeter.

In der Vorstandschaft führte diese Entscheidung zu kontroversen Diskussionen. Schlussendlich haben wir aber beschlossen den Beschluss des Gemeinderats mitzutragen, solange an der Größe der Wasserfläche nicht weiter nach unten geschraubt wird.

Aus der Sicht des Vorstandes kann die Mischbadlösung eine Chance sein, beide Lager, Chlor- und Naturbadfreunde zu befrieden und wieder ins Waldseebad zu holen und neue Mitglieder zu gewinnen. Sollten unsere Vereinsmitglieder diese Entscheidung mittragen, werden wir in der kommenden Mitgliederversammlung die hierfür notwendige Satzungsänderung vornehmen.

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Mit Spannung haben wir Anfang Dezember den nächsten Schritt des Gemeinderates und der Stadtverwaltung erwartet. Mit der Einleitung des Plangenehmigungsverfahrens für den Hochwasserschutz ist ein weiterer wichtiger Meilenstein erfüllt. Nach Abschluss der Genehmigungsphase und Vergabe der Aufträge im September könnten dann die Arbeiten noch 2018 beginnen.

Die Entscheidung das Planungsbüro Gutmann für den Naturbadteil zu beauftragen finden wir positiv. Schließlich kennt Herr Hardy Gutmann das Waldseebad seit seinem Gutachten im Mai 2012 wie kein anderer. Seither ist bekannt welche „Macken“ das Waldseebad hat und das diese über kurz oder lang beseitigt werden müssen.

Die Sorgen der FWG-Fraktion bezüglich des „neuen“ Filters teilen wir nicht. Seit der ersten Naturbadplanung des Waldseebades im Jahr 2003 hat sich in Sachen Naturbadtechnik viel getan. So wurden die Planungsgrundlagen (FLL) für Naturbäder kontinuierlich weiterentwickelt. Im gleichen Zeitraum ist die Zahl der in Deutschland gebauten und erfolgreich betriebenen Naturbäder deutlich gestiegen.

Die im Jugendforum diskutierten Attraktionen sind in einem Naturbad ohne Probleme umsetzbar. In Gesprächen mit den Jugendlichen, bei denen die Vorsitzende des Freundeskreises teilnahm, sprachen sich viele der Teilnehmer für ein reines oder zumindest größeres Naturbad aus.

Aus unserer Sicht ist es wichtig, dass unsere Mitglieder, interessierte Vereine, Gruppen und Bürger, die das Waldseebad lieben, häufig und regelmäßig besuchen, zu Wort kommen. Deshalb planen wir einen Workshop. Ergebnisse aus diesem Workshop werden wir in die uns versprochene, noch von der Stadtverwaltung zu bildende „Projektgruppe Waldseebad“ einbringen und den Planern als „Erwartungen der Nutzer an ein neues Waldseebad“ für die anstehenden Planungen mit auf den Weg gegeben. Erst dann sehen wir das Waldseebad auf guten Weg in die Zukunft.

weihnachten 2017 5weihnachten 2017 5Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen,
sondern möglich machen.

Antoine de Saint-Exupéry

Wir wünschen Euch ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest, schöne Feiertage mit lieben Menschen und das Eure Wünsche und Vorsätze im neuen Jahr in Erfüllung gehen.

Mit weihnachtlichen Grüßen
Sabine Arnold

Freundeskreis Waldseebad e.V.

Sabine Arnold, Freundeskreis 08.12.2017

Endlich geht es weiter, mit Spannung haben wir den nächsten Schritt des Gemeinderates und der Stadtverwaltung erwartet. Die Entscheidung das Planungsbüro Gutmann für den Naturbad Teil zu beauftragen finden wir sehr positiv, schließlich kennt Herr Hardy Gutmann das Waldseebad seit seinem Gutachten im Mai 2012 wie kein anderer. Damals stellte er sein Gutachten im Gemeinderat vor und seitdem war bekannt welche “Macken“ das Waldseebad hat und das diese über kurz oder lang beseitigt werden müssen.

Die Sorgen der FWG-Fraktion bezüglich des “neuen Filters“ teilen wir nicht, diese Technik wird schon seit mehreren Jahren erfolgreich in Naturbädern angewendet. In den 14 Jahren seit der damaligen Planung des Waldseebades zum Naturbad im Jahr 2003 hat sich in Sachen der Naturbad Technik viel getan und immer mehr solcher Bäder werden gebaut. Auch die im Jugendforum gewünschten Attraktionen sind in einem Naturbad ohne Probleme einsetzbar, viele der Jugendlichen sprachen sich auch ausdrücklich für ein reines oder zumindest größeres Naturbad aus. Wichtig ist uns nun das schnell am Hochwasserschutz weitergearbeitet wird, um nicht noch mehr Zeit zu verlieren. Der uns versprochene Arbeitskreis Waldseebad, die Gaggenauer Bürger und insbesondere die Jugendlichen sollten in die weiteren Planungen einbezogen werden und Ihr Waldseebad mitgestalten dürfen.

GaWo 43. Jahrgang Nr. 49/2017 7. Dezember 2017

CDU-Fraktion

Waldseebad: Hochwasserschutz und weitere Planung des Bades

Die Pläne zum Hochwasserschutz im Bereich des Waldseebads sind gereift, das Plangenehmigungsverfahren wird nun eingeleitet. Sowohl für das Naturbad als auch für das technische Bad sind in einem Auswahlverfahren geeignete Planungsbüros gefunden und beauftragt. Wie Dorothea Maisch in ihrer Stellungnahme betonte, müssen die beiden Büros miteinander und mit der Verwaltung koordiniert und reibungslos zusammenarbeiten. Dabei ist fortlaufend zu beachten, dass sowohl der Zeitplan als auch der Kostenrahmen eingehalten werden. Detailplanungen sollen dem Gemeinderat jeweils zeitnah vorgestellt werden. Auch die BürgerInnenbeteiligung soll unbedingt fortgeführt werden, so Maisch, beispielsweise mit der Projektgruppe Zukunft Gaggenau 2030 (ZG 2030), welcher bisher VertreterInnen von Stadtmarketing, Jugend, Seniorenrat, der Wirtschaft, der kulturellen und sportlichen Vereine sowie des Freundeskreises Waldseebad und des Schwimmbadvereins Kuppelsteinbad angehören.

Dr. Ellen Markert

SPD-Fraktion

Weitere Weichenstellungen für neues Waldseebad

In der vorletzten Gemeinderatssitzung des Jahres wurden nochmals einige wichtige Weichenstellungen in Richtung neues Waldseebad vorgenommen. Zum Einen wurden von der Fa. Wald & Korbe konkrete Hochwasserschutz-Maßnahmen im Bereich des Bades vorgestellt. Mit diesen Maßnahmen soll eine Überflutung, die im Juni 2016 zur Schließung des Bades führte, in der Zukunft verhindert werden. Entgegen früherer Planungen wird der Bach weiterhin offen durch das Bad laufen, lediglich der Hochwasserabfluss erfolgt über eine neue Verdolung.

Zum Zweiten wurden die Architektenund Ingenieurleistungen zum Umbau des Waldseebades vergeben. Die Firma Hardy Gutmann GmbH wird das Naturbad planen und gleichzeitig für die Koordination des gesamten Projekts zuständig sein. Für das technische Bad wird die Firma IGP aus Pforzheim verantwortlich sein. Beide
Firmen machten jedenfalls aus unserer Sicht bei ihren Präsentationen einen professionellen und kompetenten Eindruck. Dennoch möchten wir die weiteren Planungsschritte nicht allein den Fachleuten überlassen. Alle weiteren Maßnahmen müssen von einer Arbeitsgruppe aus Verwaltung, Gemeinderat sowie fachkundigen und interessierten Bürgern begleitet werden. Dabei müssen dann auch Gestaltungsüberlegungen vom Freundeskreis Waldseebad oder vom Jugendforum in die weiteren Planungen einfließen.

Mit der Arbeitsvergabe vom Montag hat es der Gemeinderat trotz sehr intensiven und teilweise auch kontroversen Diskussionen geschafft, alle Entscheidungen im selbst gesteckten Zeitrahmen zu treffen. Jetzt kommt es darauf an, dass auch die weiteren Schritte sehr sorgfältig und gewissenhaft, aber ohne unnötige Zeitverluste vorangetrieben werden. Diese erfordert eine weiterhin hohe Schlagzahl aller Beteiligten. Schließlich soll das Waldseebad so schnell wie möglich wieder den Menschen in der Stadt und der Region zur Verfügung stehen.

Gerd Pfrommer, Telefon 74102

FDP-Gruppierung

Viel Arbeit zum Jahresende für den Gemeinderat

Bei der letzten Gemeinderatsitzung konnte keiner von uns anwesend sein. Dennoch haben wir die Themen der Sitzung intensiv vorberaten. Wir konnten deshalb die Vorlageempfehlungen der Verwaltung mittragen und hatten notwendige Veränderungen im Vorfeld mitdiskutiert.

Was das Waldseebad anbetrifft, wollen wir dieses Bad in veränderter Form zukunftssicher erhalten und werden uns dafür einsetzen, dass das gesamte Traischbachtal ökologisch aber auch touristisch den neuen Erfordernissen angepasst wird.

Theo Gehrmann, Telefon 0172 7203151

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