GaWo Nr. 46/2020 12.November 2020

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Ein Modell zeigt wie das Waldseebad einmal aussehen wird. Foto: StVw

Auf Gaggenaus größter Baustelle geht es weiter voran: Das Waldseebad nimmt immer deutlich erkennbare Züge an. Dabei geht es nicht nur um die Becken und das Badevergnügen selbst, sondern auch um die Infrastruktur der Einrichtung. Schließlich entstehen auf dem Areal auch einige neue Gebäude. Ganz neu ist beispielsweise das zweite Sanitärgebäude im Bereich der Kinderbecken, so dass Familien keinen so weiten Weg haben und eine kindgerechte Ausstattung vorfinden. Das bereits vorhandene Kabinengebäude hinter dem Eingang wird erweitert.

Ebenso neu errichtet wird das Eingangsgebäude, ein Gebäude für die Pumpen sowie als neues Herzstück ein Kiosk mit Küche und Lagerräumlichkeiten.

Für den Bau der verschiedenen Gebäude hat die Stadt Zimmerer- und Holzbauarbeiten aus-geschrieben. Wohl aufgrund der in dieser Branche guten konjunkturellen Lage, erhielt die Stadt nur von einem Unternehmen ein Angebot. Eine Zimmerei aus Ühlingen Birkendorf hat sich für den Auftrag beworben und am Montagabend den Zuschlag erhalten. Die Angebotssumme liegt bei gut einer Million Euro und damit 38 Prozent über den geplanten Kosten.

Zähneknirschend stimmte der Gemeinderat den deutlichen Mehrkosten mit 18 Ja-Stimmen, bei fünf Enthaltungen und zwei Gegenstimmen zu. Auch der Stadtverwaltung hatte das Ausschreibungsergebnis Bauchschmerzen bereitet. Eine erneute Ausschreibung würde, so die Stadtverwaltung, jedoch kein anderes Ergebnis erbringen. Man wolle nun darauf schauen, dass an einzelnen Ausführungen doch noch Einsparungen erzielt werden können. Verwaltung und die deutliche Mehrheit des Gemeinderates wollten zudem keine Verschiebung der Arbeiten, um die Eröffnung des Bades im Jahr 2021 nicht zu riskieren.

Mit den Arbeiten soll bereits Ende November begonnen werden, damit sie bis Ende Februar 2021 abgeschlossen werden können.

Aus dem Gemeinderat

CDU-Fraktion

Waldseebad

Bezüglich des Neubaus des Waldseebads standen weitere Auftragsvergaben an. Leider konnten diesmal bei den laufenden Ausschreibungen die kalkulierten Kosten nicht eingehalten werden. Die Angebote übersteigen die Plankosten um 240.000,-€.

Diese Mehrkosten schmerzen gerade in der aktuellen Situation schwindender Steuereinnahmen erheblich. Wir haben stets betont, welche Priorität für uns ein seriöses Kostenmanagement hat. Und diesbezüglich können wir bestätigen, dass das bisherige Kostenmanagement der verantwortlichen Stellen sehr vorbildlich war. Und nach wie vor wird der geplante Kostenrahmen weitgehend eingehalten.

Dass eine Neuausschreibung der anstehenden Baumaßnahmen uns tatsächlich ein ünstigeres Angebot einbringen würde, ist unseres Erachtens eher unwahrscheinlich. Es würde uns lediglich Zeit kosten. Eine Eröffnung im nächsten Jahr wäre damit vom Tisch. Und gerade im nächsten Jahr wäre ein neues Waldseebad so wichtig!

Nach wie vor leben wir in Corona-Zeiten. Trotz einem nun vielleicht möglichen Impfstoffs ist anzunehmen, dass auch im nächsten Jahr ein „normaler“ Sommerurlaub für viele nicht möglich sein wird.

Daher wäre es zu wünschen, dass wir unseren Bürgen, bei all den noch anstehenden Einschränkungen, wenigstens ein ansprechendes, ja hoffentlich sogar ein faszinierenden Schwimmbad bieten könnten! Uns ist es wichtig, die Möglichkeit zu wahren, das neue Waldseebad 2021 zu eröffnen. Von daher haben wir den Vergaben zugestimmt.

Andreas Paul, Telefon: 0172/8817491

Freier Wähler Gaggenau

Sanierung und Umbau Waldseebad Gaggenau

Ein durchaus kontrovers diskutierter Tagesordnungspunkt.Wir müssen aufpassen, dass wir kosten- und zeitplanmäßig in unserem vorgegebenen Rahmen bleiben.

Heinz Adolph, Telefon: 07225/72351

SPD-Fraktion

Waldseebad auf der Zielgerade

Mit der Arbeitsvergabe der Zimmerer- und Holzbauarbeiten, u.a. für das Eingangsgebäude und den Kiosk, biegt die Neugestaltung des Waldseebades endgültig in die Zielgerade ein. Aufgrund der aktuellen Marktlage gab es für diese Arbeiten nur ein einziges Angebot, dass deutlich über dem Planansatz lag. Trotz der Mehrkosten in diesem Gewerk liegt die Kostenentwicklung insgesamt im ursprünglich vorgesehenen Rahmen. Es ist für uns deshalb nicht nachvollziehbar, warum einige Gemeinderäte diese Ausschreibung zum Anlass nehmen wollten, beim „Marathonlauf Waldseebad“ quasi 100 Meter vor der Ziellinie stehen zu bleiben. Wir wollen, dass das Waldseebad wie geplant im Mai 2021 eröffnet wird. Es kann durchaus sein, dass auch im Sommer 2021 wegen Corona viele Menschen ihren Urlaub zuhause verbringen – da kann ein runderneuertes, attraktives Waldseebad sehr hilfreich sein.

Gerd Pfrommer, Telefon: 07225/74102

AfD-Gruppierung

Vergabe weiterer Arbeiten für den Umbau des Waldseebades

Auf die Ausschreibung der Zimmerer- und Holzbauarbeiten für das zweite Sanitärgebäude, das Kabinengebäude, das Eingangs-gebäude, das Pumpengebäude sowie den Kiosk hat nur eine Firma ein Angebot abgegeben, obwohl insgesamt 11 Firmen die Ausschreibungunterlagen anforderten. Dieses einzige Angebot liegt 240 000 € oder 38 % über der in der Kostenberechnung kalkulierten Summe. Bei der derzeitigen angespannten Finanzsituation der Stadt Gaggenau ist eine solche Mehrausgabe unangenehm und gut zu überlegen. Die einzige Alternative wäre, die Zimmerer- und Holzbauarbeiten neu auszuschreiben. Bei der derzeitigen Hochkonjunktur im gesamten Baugewerbe ist es aber äußerst fraglich, ob hierbei mehr Angebote abgegeben würden und ob diese signifikant günstiger wären als das jetzige Angebot. Zudem bedeutete dieses Vorgehen eine deutliche zeitliche Verzögerung des Bauvorhabens, was heißt, dass der geplante Eröffnungstermin des neuen Waldseebades im Mai 2021 nicht zu halten wäre. Da die coronabedingten Einschränkungen im Reiseverkehr wohl noch längere Zeit bestehen bleiben, ist es sehr wünschenswert, dass wir für die nächstjährige Sommerferiensaison in Gaggenau ein zusätzliches Freibad zur Verfügung haben, um unseren Bürgern attraktive Möglichkeiten zur Gestaltung ihrer Freizeit im Nahbereich zu geben. Deshalb haben wir der Vergabe dieser Arbeiten an den einzigen Anbieter zugestimmt. Mit Blick auf die Gesamtkosten des Waldseebad-Umbaus von 13 Mio. € betragen die Mehrkosten bisher insgesamt nur 3,9%, was unserer Erachtens noch verschmerzbar ist. Zum Vergleich: beim Karlsruher U-Straßenbahnprojekt liegen die Mehrkosten inzwischen bei 100 % und beim Bahnhofsprojekt „Stuttgart 21“ bei 200 % der ursprünglichen Kostenplanung.

Armin Kellert, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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