Saison 2019

Freundeskreis 21.12.2019

weihnachten 2019 01

Ein Jahr mit Enttäuschungen und Erfolgen liegt hinter uns. Größte Enttäuschung, es gibt keine Fördermittel aus dem Förderprogramm des Bundes aus dem Fördertopf "Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur" für das Waldseebad. Die Verzögerungen bis Bekanntwerden des Entscheids, das lange Warten auf einen Förderbescheid für den Hochwasserschutz und eine Reihe von anderen Faktoren, sowie die Auslastung in der Bauwirtschaft machte eine neue Terminplanung erforderlich.

Neuer Eröffnungstermin ist jetzt 2021 – gut Ding will eben Weile haben. Wir wünschen uns die Eröffnung eines in allen Teilen fertiggestellten Freibades und keine halbfertigen Liegewiesen mit braunen Sperrflächen wie beim letzten Umbau 2006, deshalb unterstützen wir diese Entscheidung der Stadtverwaltung.

Was gibt es Neues vom Freundeskreis? Ein Vereinsbetrieb ohne Vereinszweck, kein Freibad, stattdessen eine Großbaustelle, das ist natürlich nicht leicht für uns als Schwimmbadverein. Unsere Hauptaufgabe sehen wir derzeit darin, die aus der Vergangenheit gewonnen Interessen und Wünsche aus unseren Umfragen und dem Workshop, konstruktiv in die laufenden Planungen einzubringen. Dazu fanden in diesem Jahr mehrere Sitzungen mit allen Interessenvertretern statt. Als Erfolg können wir verbuchen, dass ein Großteil unserer Vorschläge in den Planungen aufgegriffen wurde.

Ab September ging es Schlag auf Schlag. Zwei Tage nach unserer Mitgliederversammlung war am Samstag den 14.09. Spatenstich für das neue Waldseebad. Nach Abriss des Kassenhäuschens am Eingang und des alten Kiosks starteten zügig die Arbeiten für den Hochwasserschutz und parallel dazu die Abrissarbeiten des alten Schwimmbeckens. Alle Arbeiten sind im Kostenrahmen und aufgrund des guten Wetters im Zeitplan voraus. Als nächstes steht der Teilabbruch des Umkleidegebäudes an, hier wird ein größerer Anbau entstehen, welcher die Anlagen des neuen Technikbades aufnehmen soll.

Die Planungen für den Kiosk am neuen Standort befinden sich auf der Zielgeraden und auch die Planungen für die neuen Becken und deren Ausstattung gehen dem Ende entgegen.

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Wie wird das neue Bad aussehen?
Darüber gibt eine Informationsveranstaltung, nur für Freundeskreis Mitglieder, Auskunft.

Am Montag den 27.01.2020 um 18 Uhr sind alle Mitglieder des Freundeskreis Waldseebad exklusiv zu einer Infoveranstaltung mit Oberbürgermeister Florus und Bürgermeister Pfeiffer in den Bürgersaal des Rathauses eingeladen. Sie berichten uns über den aktuellen Baufortschritt und die weiteren Planungen.

Über zahlreiches Interesse und Teilnahme unserer Mitglieder würden wir uns sehr freuen.
Zur besseren Vorbereitung melden Sie sich bitte an:

Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Tel.: 07225-76528 oder Handy: 0176 960 873 70 (auch WhatsApp).

Wir wünschen Euch ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest, schöne Feiertage mit lieben Menschen und das Eure Wünsche und Vorsätze im neuen Jahr in Erfüllung gehen.

Mit weihnachtlichen Grüßenweihnachten 2019 03
Sabine Arnold

Freundeskreis Waldseebad

BT 17.12.2019

Stadt prüft, ob sie wegen eventueller Planungsfehler Schadenersatzklage erheben will

Von Thomas Senger

Gaggenau - Das neue Waldseebad ist im Werden, das alte ist vergangen. Doch vor Gericht könnte das einstige Naturbad noch eine ganze Weile fortbestehen: Wenn der Rechtsstreit wegen möglicher Planungsfehler in ein Klageverfahren mündet. Darüber hat die Stadt Gaggenau aber noch nicht entschieden. Immerhin ist nun eine juristische Hürde genommen.

Denn das Beweissicherungsverfahren vor dem Landgericht Baden-Baden ist zwischenzeitlich abgeschlossen. Dies bestätigte auf BT-Anfrage Pressesprecherin Katrin Flum. Ein Termin zur Sachverständigenanhörung habe nicht mehr stattgefunden. Eine Entscheidung hatte das Landgericht allerdings nicht zu fällen. Flum: "Das Ergebnis des selbstständigen Beweisverfahrens ist das gefundene Beweisergebnis, hier in Form mehrerer Sachverständigengutachten."

Sieben Jahre sind zwischenzeitlich ins Land gezogen, seitdem die Stadt Ende 2012 das Rechtsanwaltsbüro Kunz aus Mainz mit Einleitung eines sogenannten selbstständigen Beweisverfahrens vor dem Landgericht Baden-Baden beauftragt hatte.

Nun, nach dessen Abschluss, kann formell eine Schadenersatzklage geltend gemacht werden. Ein Anspruch auf Nachbesserung besteht allerdings nicht mehr - weil es das Bad in seiner bisherigen Form nicht mehr gibt. Das Hochwasser vom 12. Juni 2016 hat die Anlage zerstört. Davon unberührt ist aber, so die Sicht der Stadt, der Anspruch auf Erstattung der höheren Aufwendungen durch Planungsfehler.

"Die Stadt verfolgt nach wie vor ihre Absicht, Klage zu erheben", betont Judith Feuerer, Pressesprecherin der Stadt Gaggenau. Darüber sei auch in einer nicht-öffentlichen Sitzung mit dem Gemeinderat gesprochen worden. Die Stadt prüfe derzeit aber noch verschiedene Fragen - unter anderem zum Thema Haftungsrecht - mit ihrem Anwalt. Feuerer: "Erst, wenn diese geklärt sind, entscheidet sich endgültig, ob Klage unsererseits erhoben wird."

Ausgefochten würde dieser Rechtsstreit wiederum vor dem Landgericht Baden-Baden. Ob und in welcher Höhe Gaggenau jemals Schadenersatz sehen könnte, ist offen.

Die Stadt Neckargemünd hingegen hat sich nun in einem fast zehn Jahre währenden Rechtsstreit um Planungs- und Baumängel im Neckargemünder Naturbad auf einen Vergleich eingelassen. Dies berichtete dieser Tage die Rhein-Neckar-Zeitung (RNZ). Auch in der Stadt in der Nähe von Heidelberg hatte Rainer Grafinger ein Naturbad geplant.

Nach RNZ-Angaben bekommt Neckargemünd insgesamt 320000 Euro. Unter anderem schreibt das Blatt: "In einem Gutachten waren Planungs- und Baumängel bei der fünf Millionen Euro teuren Sanierung des Bades mit Teilumbau in ein Naturbad in den Jahren 2007 und 2008 in einer Höhe von 1,1 Millionen Euro festgestellt worden. Diese sollen zu einer erhöhten Keimbelastung geführt haben, wegen der das Naturbecken des Kleingemünder Terrassen-Freibads in den vergangenen Jahren immer wieder teilweise wochenlang gesperrt werden musste. Nach Umbauarbeiten in den vergangenen Jahren hatte die Stadt das Problem zuletzt im Griff."

Bereits im November 2018 habe es vor dem Landgericht einen Vergleich über 20000 Euro mit der Baufirma gegeben, die das Naturbecken gebaut hatte.

Von Grafinger habe Neckargemünd anfangs fast eine Million Euro gefordert. Die Versicherung des Naturbad-Planers werde nun 210000 Euro zahlen. "Weitere 90000 Euro zahlt ein Garten- und Landschaftsbauunternehmen aus München, das den Regenerationsbereich für die biologische Wasseraufbereitung ohne Chlor errichtet hat", so die RNZ.

Stichwort

BT 22.11.2019

Waldseebad-Baustelle: Von der alten Anlage ist nicht mehr viel zu sehen/ Neueröffnung soll im Jahr 2021 sein

Gaggenau (red) - Einzig das Funktionsgebäude mit den Umkleiden und ein einzeln stehendes Edelstahlgeländer deuten auf Gaggenaus derzeit größter Baustelle noch auf das ehemalige Waldseebad hin, berichtet Judith Feuerer von der städtischen Pressestelle. "Wir sind mit den Abbrucharbeiten fertig", freut sich Bauleiter Hardy Gutmann, dass bereits mit den Erdarbeiten für das neue Bad begonnen werden konnte.

"Wir sind dem Zeitplan sogar etwas voraus", sagt er und betont: "Auch der Kostenrahmen konnte bisher gut eingehalten werden." Dabei ist die Baustelle aufgrund des Untergrunds bisweilen wortwörtlich eine steinharte Herausforderung. Nicht nur auf dem Schwimmbadareal erfordert schiefriger Fels schweren Maschineneinsatz, auch unter dem Straßenasphalt stießen die Tiefbauer auf Felsen. Dieser muss durchbohrt werden, um dem Traischbach einen größeren Durchfluss zu ermöglichen.

Auf der anderen Seite sind die Bachbettarbeiten schon fast abgeschlossen. Von Anfang an laufen die Tiefbauarbeiten für Bad und Hochwasserschutz parallel. "So konnten wir viele Synergieeffekte nutzen", verweist Gutmann beispielsweise auf gemeinsam eingerichtete Baustraßen, effektiven Einsatz der Maschinen und Fahrzeuge sowie die Koordinierung beider Projekte.

Zugute kam der Großbaustelle, dass in den vergangnen Wochen immer gearbeitet werden konnte. "Neben passendem Wetter haben wir eine sehr gute Leistung der Baufirma", lobt Gutmann. Mindestens einmal wöchentlich trifft sich der Planer mit Verantwortlichen von Firmen und Stadtverwaltung.

Im neuen Jahr Fundamentarbeiten

Kürzlich wurde mit der "Planie" begonnen: Mit Bodenstabilisierungen sollen Setzungsschäden vermieden werden. In einem hydraulischen Kalkverfahren wird das ausgegrabene Material aufgearbeitet und ihm Wasser entzogen. Dieses "Recycling" vorhandenen Materials spart Kosten. Derzeit wird das sich bildende Schichtwasser aus den Baugruben in den noch vorhandenen Filterteich gepumpt. Auf diese Weise dient er noch einmal der Filtrierung und sorgt für umweltgerechte Entsorgung des Schichtwassers. Brauchbares nutzen - das gilt auch für das künftige Funktionsgebäude II. In den nächsten Wochen werden die Hochbauarbeiten für dessen Teilabriss und gleichzeitige Erweiterung ausgeschrieben.

Im neuen Jahr soll mit den Fundamentarbeiten für das Bad begonnen werden. "Wir sind mit dem Bauverlauf sehr zufrieden", erklärt der Leiter der städtischen Bauverwaltungsabteilung, Andreas Fritz. Auch Christian Gaida, der im Rathaus für den Hochwasserschutz zuständig ist, zeigt sich zuversichtlich. Die Herausforderung liegt für ihn und den Planer vor allem nun darin, Naturschutz, Hochwasserschutz und Badgestaltung in Einklang zu bringen. Denn im Bad selbst soll der Bachlauf naturnah ausgebaut werden.

www.badisches-tagblatt.de

 

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