BT 16.05.2020

Zehn Jahre Freundeskreis Waldseebad: Vorfreude auf Neueröffnung im Mai 2021

BT16052020Bild: Aktueller Blick auf die Waldseebad-Baustelle. Die Arbeiten liegen im Zeitplan. Foto: Ellwanger

Von Thomas Senger

Gaggenau – Vor zehn Jahren, im Mai 2010, wurde der Förderverein Waldseebad gegründet – doch gefeiert werden soll erst im Frühjahr. Zum einen wegen Corona, zum anderen, weil dann das neue Waldseebad endlich fertig sein soll. Eröffnungstermin Mai 2021: Dieses Datum gelte weiterhin. Das betonen sowohl Oberbürgermeister Christof Florus als auch Bürgermeister Michael Pfeiffer übereinstimmend.

Wir hatten ganz ordentlich Probleme mit dem Wetter. Aber es haben sich viele Leute reingekniet“, lobte Pfeiffer die „ganz tollen Firmen“. Mit deren Hilfe sei man im Zeitplan.

Nicht nur der Zeitplan, auch der Kostenrahmen werde eingehalten, zeigen sich die Chefs zuversichtlich. „Wir hatten Ausschreibungen, die deutlich über und deutlich unter der Planung waren“, erläuterte Pfeiffer; in der Summe sei man nach wie vor innerhalb der geplanten Baukosten von netto 13,6 Millionen Euro. Hinzugerechnet werden müssen allerdings noch die Kosten für den Hochwasserschutz. 2,8 Millionen werden dafür veranschlagt; 70 Prozent davon übernimmt das Land. Also bleiben da für die Stadt noch 840 000 Euro hängen. Insgesamt sind es also rund vierzehneinhalb Millionen Euro, die den Stadtsäckel belasten werden.

An der Zahl der Becken gibt es keine Abstriche“, betonte Oberbürgermeister Christof Florus mit Blick auf die Rücklagen der Stadt. Angesichts der drohenden Finanznot werde aber „möglicherweise an der einen oder anderen Rutsche gespart“. Eine Verkleinerung der Becken würde beim jetzigen Stand der Bauarbeiten keine Einsparung mehr bringen, sondern eher Mehrkosten.

Als Vorsitzende des Freundeskreises betonte Sabine Arnold, dass man nun nicht mehr vom Gesamtkonzept abweichen dürfe. Für Kinder, für Naturbadfreunde, Chlorbadanhänger, für Freunde des Fünf-Meter-Sprungturms oder Wellenrutscher: Für alle werde das neue Waldseebad da sein: „Ich freue mich, dass das wirklich alles kommt.“ Dabei war der Freundeskreis 2010 aus einer Initiative hervorgegangen, die das damalige reine Naturbad unterstützen wollte. Doch stehe man hinter der Doppelbadentscheidung, die der Gemeinderat getroffen hatte.

Lob von OB Florus für die Aktiven

Schriftführer Thomas Arnold erinnerte an die Havarie des Naturbads nach einer Unwetter-Überflutung im Juni 2016. „Von heute auf morgen hatte der Verein keinen Vereinszweck mehr.“ Doch habe man weitergemacht und sich in die Planungen für das neue Waldseebad eingebracht. Denn die Große Kreisstadt brauche neben Sulzbach und Ottenau auf jeden Fall ein drittes Freibad. Arnold lobte ausdrücklich den Entscheidungsprozess für das neue Waldseebad. Es gebe wohl nicht viele Städte, wo dies so transparent praktiziert werde, wo sich die Interessensgruppen so einbringen könnten wie in Gaggenau.

In den zehn Jahren seines Bestehens habe der Freundeskreis bei seinen Arbeiten im Freibadgelände auf viel Unterstützung von anderen Vereinen und freiwilligen Helfern zählen können. Dies bestätige den Vorstand, schließlich solle das Waldseebad „für alle da sein“.

Für Oberbürgermeister Florus ist es „wichtig und gut, dass es den Förderverein gibt“. Die Vorstandsmitglieder Rosi Benkler, Werner Knöller, Sibylla Müller, Sabine und Thomas Arnold, die alle seit 2010 dabei sind, werden dies gerne gehört haben. Dr. Christian Köppel, stellvertretender Vorsitzender, kann derzeit auf 149 Mitglieder blicken. Und Thomas Arnold hat zwischenzeitlich auch die Homepage „auf Vordermann“ gebracht und smartphonetauglich eingerichtet. „Das neue Bad, das wird ein Kracher“, freute er sich, während seine Frau bekräftigt, dass der Freundeskreis sich weiterhin für die Einrichtung engagieren werde.

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