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Presse

2020-02-18 BNN

Beim Waldseebad ist von Kompromiss die Rede

Gemeinderat billigt Pläne für Kiosk und Spielplatz / Sanierung zu teuer: Tretbecken wird abgerissen

Von BNN Redaktionsmitglied Thomas Dorscheid

Gaggenau. Zum Neubau des Waldseebades hat der Gemeinderat am Mon- tagabend in öffentlicher Sitzung mehrere Detailentscheidungen hinsichtlich Kiosk, Spielplatzausstattung und Kinderplanschbecken getroffen. Dabei folgte das Gremium mit großer Mehrheit in allen Punkten den Empfehlungen der Verwaltung, es gab bei der abschließenden Abstimmung zwei Enthaltungen (Christina Palma Diaz und Ellen Markert, beide CDU-Fraktion).

Die Kostenfrage wurde in einigen Stellungnahmen der Gemeinderäte thematisiert. Indes dominierte die Meinung, die CDU-Stadtrat Rudi Drützler mit Blick auf die Küchenausstattung des künftigen Kiosks äußerte: „Wir haben einen Kompromiss gefunden, wir sind von der ganz großen Lösung runter.“ Gerd Pfrommer, Vorsitzender der SPD-Fraktion, erbat von der Verwaltung einen transparenten Zeitplan für die weiteren Arbeiten im Bad. Bürgermeister Michael Pfeiffer sicherte die Vorlage eines solchen Plans zu.

Auch den Vorschlag der Verwaltung, das Tretbecken im hinteren Bereich des Waldseebades abzureißen, trug der Gemeinderat mit. Weil die hohen Kosten nicht mehr im Verhältnis zum Nutzen stünden, hat das traditionsreiche Tretbecken keine Zukunft mehr. Da sich die Anlage innerhalb eines Schwimmbadgeländes befindet, sind die entsprechenden Auflagen des Gesundheitsamtes im Landratsamt Rastatt vergleichsweise hoch.

Das Bachwasser könne nicht genutzt werden, da es zu stark mit Keimen belastet sei, sagte Andreas Fritz von der Bauverwaltung. Auch der Anschluss des Beckens an die Technik des Naturbads scheide wohl aus, „da für das kleine Tretbecken eine lange Leitung gelegt werden müsste, die die Gefahr der Verkeimung mit sich bringt“. So käme theoretisch nur eine Anbindung an das chemisch-technische Bad in Betracht, letztlich sei aber der Aufwand deutlich zu hoch.

Dies bedauerte SPD-Gemeinderätin Gerlinde Stolle („Wenn wir hier zumachen, sollten wir uns verstärkt um das Becken im Kurpark kümmern.“). Oberbürgermeister Christof Florus: „Wir alle finden es traurig, aber dieser Aufwand macht keinen Sinn.“ Bürgermeister Michael Pfeiffer wies auf den Unterschied hin, wonach beim Becken im Kurpark Quellwasser, beim Tretbecken im Waldseebad indes Oberflächenwasser genutzt werde.

Zu einer Hängepartie entwickelt sich indes eine Arbeitsvergabe für den Teilbereich Naturbad. So waren die Arbeiten für die Naturstein- und Bekiesungsarbeiten erstmals am 2. Dezember 2019 ausgeschrieben worden, allerdings ging bis zum Ablauf der Angebotsfrist am 17. Januar kein einziges Angebot ein. Deshalb hob die Verwaltung die Ausschreibung formell auf und forderte Firmen direkt zu einer Angebotsabgabe auf („Verhandlungsverfahren ohne Teilnahmewettbewerb“); diese Angebotseröffnung sollte nach der Sitzungsvorlage am 11. Februar erfolgen. Weil aber interessierte Firmen noch etwas Zeit bräuchten, so Fritz, wird die Beschlussfassung nunmehr auf den 9. März verlegt.

Den (neuen) Standort des Kiosks hatte der Gemeinderat bereits im Juli 2019 gebilligt, nun ging es um die räumliche Aufteilung sowie die Ausstattung. Bei der Aufteilung der Räume sowie der Anordnung der Ausstattungsgegenstände ist laut Sitzungsvorlage auf kurze Wege und effektive Arbeitsabläufe geachtet worden. Von netto rund 378.000 Euro Gesamtkosten ist auszugehen.

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2020-02-06 GaWo

Arbeiten im Waldseebad liegen weiterhin im Kosten- und Zeitplan

Erneut vergab der Gaggenauer Gemeinderat Arbeiten und Leistungen für das Waldseebad. Den Zuschlag für die Abdichtungsarbeiten für den Badteil mit biologischer Wasseraufbereitung erhielt eine Firma aus Mühlheim.

Für 160.000 Euro übernimmt sie die Folienarbeiten zur Abdichtung des Naturbades einschließlich des Aufbereitungsbereiches. Als erfreulich wurde gewertet, dass das Angebot rund 44 Prozent unter der kalkulierten Summe liegt. Gerne hätte die Verwaltung dem Gemeinderat auch einen Vergabevorschlag für die Elektrischen Mess-, Steuer- und Regelungstechnik (EMSR-Technik) für das Naturbad einschließlich des Aufbereitungsbereiches gemacht. Allerdings ging nur ein Angebot ein, das über 54,5 % über der kalkulierten Summe lag. Nachdem die Prüfung ergeben hat, dass die Preise in zahlreichen Positionen eindeutig überhöht sind und nicht der aktuellen Marktlage entsprechen, wurde dem Gemeinderat vorgeschlagen, die Ausschreibung wegen überhöhter Preise aufzuheben und erneut im offenen Verfahren auszuschreiben. Die Verwaltung rechnet damit, dass bei einer erneuten Ausschreibung ein wirtschaftlicheres Ergebnis erzielt werden kann. Gleichzeitig wurde dem Gremium versichert, dass der Zeitplan dennoch eingehalten werden kann und die Vergabe voraussichtlich am 9. März erfolgen soll. Wenig Glück hatte die Stadt auch bei der Ausschreibung der Naturstein- und Bekiesungsarbeiten für den Badteil mit biologischer Wasseraufbereitung sowie der Kleinkinderbereiche.

Weiterhin beinhaltet die Ausschreibung die im Nichtschwimmerbereich des Naturbades vorgesehenen Wasserspiele (Geysir, Wasserspeier, Schwalldusche als Wasserfall). Da keine Angebote eingingen, wurde auch hier die Ausschreibung aufgehoben und ein neuer Anlauf unternommen:

Im Rahmen eines sogenannten „VerhandIungsverfahrens ohne Teilnahmewettbewerb" werden verschiedene Firmen direkt zu einer Angebotsabgabe aufgefordert.

gawo06022020Foto: Der Dauerregen diese Woche zeigte die Notwendigkeit der Hochwasserschutzmaßnahmen im Waldseebad Foto: StVw

Aus dem Gemeinderat

CDU-Fraktion

Arbeiten am Waldseebad gehen voran

Die Ausschreibungsverfahren für den Fortgang der Arbeiten im Waldseebad haben sehr unterschiedliche Ergebnisse erbracht. Während im Bereich der Abdichtungsarbeiten für den Teil mit biologischer Wasseraufbereitung eine Vergabe zu einem Preis deutlich unter der kalkulierten Summe möglich wurde, lag man bei der Elektrischen Mess- und Regelungstechnik deutlich über dem Ansatz. Wir haben uns dem Vorschlag der Verwaltung angeschlossen, hier neu auszuschreiben und dabei zu versuchen, den vorgesehenen Kostenplan so gut es geht einzuhalten. So sehr wir hinter der Maßnahme stehen und uns auf ein zukünftiges tolles Waldseebad freuen, werden wir immer wieder genau darauf achten, dass alles in einem vernünftigen finanziellen Rahmen bleibt. Dr. Roland Purkl, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

SPD-Fraktion

Es geht voran beim Waldseebad

Die Sanierung des Waldseebades macht weitere Fortschritte. Bei der letzten Gemeinderatssitzung wurde der Auftrag für die Abdichtungsarbeiten am Badteil mit biologischer Wasseraufbereitung (Naturbad) vergeben. Die Angebotssumme liegt um ca. 44 Prozent unter dem kalkulierten Ansatz. Schwieriger gestaltete sich die Arbeitsvergabe für die Umwälztechnik beim Naturbad. Hier lag aktuell nur ein Angebot vor, das deutlich über dem kalkulierten Ansatz lag. Deshalb wurde diese Ausschreibung im sogenannten offenen Verfahren nochmals aufgerufen. Der Zeitplan ist durch diese „Ehrenrunde" noch nicht gefährdet. Die Verwaltung stellt den Kostenverlauf beim Waldseebad inzwischen in einer transparenten und detaillierten Übersichts-Matrix dar, sodass wir die finanzielle Entwicklung dieses Projektes vernünftig nachverfolgen können.

In diesem Zusammenhang ist es uns wichtig, nochmals darauf hinzuweisen, dass der Umbau des Waldseebades aufgrund der vorhandenen Rücklagen solide und ohne Aufnahme von Krediten finanziert werden kann. Wir halten die Reaktivierung eines attraktiven, öffentlichen Schwimmbades nach wie vor für einen wichtigen Baustein einer kinder- und familienfreundlichen Stadt.

Gerd Pfrommer, Tel. 07225 74102

Freie Wählergemeinschaft

Sanierung und Umbau des Waldseebades in Gaggenau

Uns Freie Wähler freut es sehr, wie umsichtig und vorbildlich die Verwaltung bei der Vergabe von Aufträgen für die Sanierung des Waldseebades vorgeht. Lieber eine Ausschreibung wiederholen, als überhöhte Preise zu akzeptieren. Gleichzeitig verliert man die Einhaltung des Zeitplanes nicht aus den Augen.

Heinz Adolph, Tel. 07225 72351

Quelle: GaWo 06.02.2020 Nr. 6/2020 06. Februar 2020 

 

2020-02-15 BT

BT-Talblick       Talblick

Machen wir einen kleinen Zeitsprung in den Mai des Jahres 2013, kurz vor Saisoneröffnung des damaligen Waldseebads. „Das in der jüngsten Saison von den Badegästen so schmerzlich vermisste Wassertretbecken im hinteren Teil des Waldseebads haben die Mitglieder des Freundeskreises instand gesetzt, sodass es zum Saisonstart wieder im neuen Glanz erstrahlen kann“, meldete diese Zeitung.

Machen wir nun einen kleinen Zeitsprung irgendwann ins Jahr 2021: „Endlich wird es eröffnet, das neue Waldseebad. Mit Chlorbecken und Naturbad und zahlreichen Attraktionen soll das Millionenprojekt eine Freizeiteinrichtung für die ganze Familie sein. Doch schmerzlich werden viele Badegäste das Wassertretbecken vermissen. Es wurde abgerissen, weil das Wasser so sauber sein müsste wie in einem Chlorbad. Und das war zu teuer.“ Nein, diese Zeilen sind nicht für den 1. April geplant.

Springen wir zurück in die Gegenwart des Jahres 2020. Denn das Tretbecken steht vor dem Aus (siehe Bericht unten). Jahrzehntelang wurde es genutzt. Wer Venenleiden hatte oder sich einfach was Gutes tun wollte, wer den Kindern eine kleine Besonderheit zeigen wollte – „Naaa, wer traut sich in das kalte Wasser?“ –, der ging an den Waldrand zum Kneippbecken. Hei, wie war das lustig, da drin herumzustapfen und zwar so, dass die Umstehenden, die sich nicht trauten, ein paar eiskalte Spritzer abbekamen.

Aus. Vorbei. Weil das Becken auf Schwimmbadgelände gelegen ist und somit die strengen Regeln eines Chlorbads zur Anwendung kommen. Diese sind, was erlaubte Keimzahlen anbelangt, erheblich strenger als die Werte, die ein paar Meter weiter im Naturbadbecken gelten werden. Das muss man nicht verstehen: Kneippwasser muss sauberer sein als das Badewasser im Naturbecken.

Irrsinnsland Deutschland: Natürlich ist es nicht verboten, barfuß durch den Traischbach zu waten – solange er außerhalb des Badgeländes sich durchs Tälchen schlängelt. Aber von einem Meter auf den anderen – von außerhalb des Zauns nach innerhalb – wird aus demselben Wasser eine potenzielle Gesundheitsgefahr, vor der man die Bevölkerung zu schützen hat.

Auch beim Arbeitskreis Tourismus-Freizeit ist man fassungslos über diese unerwartete Wendung, berichtet Mitglied Manfred Vogt von zahlreichen Anrufen, die er seit gestern nach Veröffentlichung der Meldung im BT bekommen hat. „Vielleicht ist man ja sogar froh, dass man das Kneippbecken los wird“, vermutet er. Gehen wir mal davon aus, dass dem nicht so ist. Hoffen wir, dass es genug Leute gibt, die sich ein beliebtes Kleinod nicht nehmen lassen wollen, und dass der gesunde Verstand siegen wird. Denn natürlich ist es nicht sinnvoll, insgesamt wohl 100000 Euro in ein Kneippbecken zu investieren. Es müsste doch reichen, einen kleinen Zaun drum herum zu stellen mit einem Schild am Zauntor: „Kein Trinkwasser. Benutzung auf eigene Gefahr!“ Oder sollte man etwa den Zaun ums Badgelände ein paar Meter so versetzen, dass sich das Kneippbecken außerhalb des Badgeländes befindet? Hoffen wir auf eine gute Lösung am Montagabend im Gaggenauer Gemeinderat. Thomas Senger

Im Blickpunkt: Wassertretbecken

Gefahr durch Krankheitskeime ist zu vermeiden

Gaggenau (tom) – Das Kneipp-Becken im Waldseebad soll weg. Denn für eine weitere Nutzung müsste das Wasser des Traischbachs so gereinigt werden, dass es den Anforderungen eines chemisch-technischen Bads genügt. Unterm Strich würde alles zu teuer werden, deshalb soll der Gemeinderat am Montag dem Abriss des Beckens zustimmen (wir berichteten). Auf BT-Anfrage erläutert das Landratsamt die Argumentation des Gesundheitsamts:

Das Wasser des Traischbachs sei in der Vergangenheit bei Proben mit Enterokokken und coliformen Keimen belastet gewesen. Das Infektionsschutzgesetz, hier §37, schreibe aber vor, dass Wasser nicht zur Übertragung von Krankheiten führen darf. „Aus Sicht des Gesundheitsamtes ist dies aufgrund der geringen Größe des Beckens nur mit einer Wasseraufbereitung nach DIN 19643 sicher zu gewährleisten“, so Pressesprecherin Gisela Merklinger. Damit wäre das Kneippwasser also sauberer als das Wasser, das im selben Waldseebad im Naturbad zum Baden freigegeben würde.

Bachwasser könne Bakterien der Gattung Cryptosporidien, Clostridien und Giardien aufgrund von Darmausscheidungen von Wasservögeln oder Schnecken beinhalten. Diese Erreger könnten nur durch eine systemische Partikelabscheidung – also eine Filtrationsanlage, wie sie Schwimmbäder betreiben – zurückgehalten werden.

Gelange dieses Bachwasser über den Mund in den Körper, „kann es schon bei einer sehr geringen Erregeraufnahme zu schwerwiegenden Darminfektionen kommen“, gibt die Behörde zu bedenken. Ein Anschluss des Tretbeckens an den Wasserkreislauf des Naturbades würde nicht zu einer deutlichen Kostensenkung führen, da auch hier Leitungen für den Wasserzufluss und -abfluss verlegt werden müssen.

Als Kosten für ein neues Edelstahlbecken, Strom- und Wasseranschluss werden 50000 bis 60000 Euro benannt. Hinzu kommen Abbruch, Betonfundamente, Grab- und Erdarbeiten, Verlegung eines Schmutzwasserkanals für abgebadetes chlorhaltiges Wasser sowie Erhöhung der Betriebskosten, unter anderem für Chemikalien. Ferner sind jährliche Füllwasseruntersuchungen, monatliche Beckenwasseruntersuchungen sowie jährliche amtliche Kontrollen erforderlich.

www.badisches-tagblatt.de

 

2020-02-01 BT

Problematische Vergaben

Arbeiten für Naturbad des Waldseebads / Bei einem Posten keine Angebote eingegangen

Von Ulrich Jahn

Gaggenau – Die Arbeiten für den Hochwasserschutz im Bereich Waldseebad laufen auf vollen Touren. Bereits Anfang Januar konnten mehr als 60 Prozent der Rohrleitungen für den Hochwasserschutz eingebaut werden. Mit den Abbrucharbeiten war im Sommer begonnen worden. Der Gemeinderat unternimmt in der Sitzung am kommenden Montag den nächsten Schritt für die Sanierung und den Umbau der Freizeiteinrichtung. Doch die Vergabe der Arbeiten ist offenbar nicht so einfach wie erwartet.

Problematisch sieht es bei der Ausschreibung für die Elektrische Mess-, Steuer- und Regelungstechnik (EMSR-Technik) für das Naturbad einschließlich des Aufbereitungsbereichs aus. Das sind die gesamte Umwälztechnik (unter anderem Pumpen) und die Installationsarbeiten für die Massagestation einschließlich dazugehöriger Elektroinstallationsarbeiten. Auch die erforderlichen Umwälzleitungen sind Inhalt der Ausschreibung. In der Sitzungsvorlage heißt es dazu: „Bei dieser Ausschreibung wurde bis zum Ablauf der Angebotsfrist lediglich ein Angebot eingereicht, dessen Angebotssumme circa 54,5 Prozent über der kalkulierten Summe liegt.“ Vor diesem Hintergrund werde derzeit noch das weitere Vorgehen geprüft.

Keinerlei Angebote sind für die „Naturstein- und Bekiesungsarbeiten für den Badteil mit biologischer Wasseraufbereitung sowie der Kleinkinderbereiche“ eingegangen. Deshalb müsse diese Ausschreibung formell aufgehoben werden. Es sei jetzt vorgesehen, im Rahmen eines sogenannten „Verhandlungsverfahrens ohne Teilnahmewettbewerb“ verschiedene Firmen direkt zu einer Angebotsabgabe aufzufordern. Dadurch, so die Verwaltung, sei es möglich, „ohne größeren Zeitverlust doch noch Angebote zu erhalten“.

Unproblematisch sieht es dagegen bei der Vergabe der Abdichtungsarbeiten für den Badteil mit biologischer Wasseraufbereitung aus. Die Ausschreibung beinhaltet laut Sitzungsvorlage „im Wesentlichen die Folienarbeiten zur Abdichtung des Naturbads einschließlich des Aufbereitungsbereichs“. Preisgünstigste Bieterin mit einer Gesamtangebotssumme von brutto etwas mehr als 160 000 Euro (netto fast 135 000 Euro) ist die Firma G-UT Umwelttechnik aus Mühlheim. Kalkuliert worden war bei diesem Posten mit netto rund 240 000 Euro. Die Firma sei den Badplanern als zuverlässig und leistungsfähig bekannt, so die Verwaltung in der Sitzungsvorlage.

Die Angebotssumme liege etwa 44 Prozent unter der kalkulierten Summe, „kann aber trotzdem noch als auskömmlich bezeichnet werden“, heißt es in der Sitzungsvorlage. „Auskömmlich“ bedeutet laut städtischer Pressestelle, dass das Angebot allen Vorgaben entspricht.

Auch bei der Vergabe der Rohbauarbeiten für das technische Bad vor knapp zwei Wochen, bei der das Angebot fast 27 Prozent günstiger war als kalkuliert, wurde dieses als „auskömmlich“ bezeichnet. Für die Naturbad-Arbeiten waren insgesamt drei Angebote eingegangen. Die weiteren Bewerber hatten mit etwas mehr als 188 000 und fast 255 000 Euro kalkuliert. Sofern keine Firma ein Nachprüfungsverfahren vor der Vergabekammer beantragt, könne die Auftragsvergabe ab 1. März erfolgen. Die Arbeiten sollen laut Verwaltung zwischen 2. März und 31. Juli stattfinden.

www.badisches-tagblatt.de

 


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