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Start News Presse 2019-11-22 BT

2019-11-22 BT

Im Kostenrahmen - und dem Zeitplan voraus

Waldseebad-Baustelle: Von der alten Anlage ist nicht mehr viel zu sehen/ Neueröffnung soll im Jahr 2021 sein

Gaggenau (red) - Einzig das Funktionsgebäude mit den Umkleiden und ein einzeln stehendes Edelstahlgeländer deuten auf Gaggenaus derzeit größter Baustelle noch auf das ehemalige Waldseebad hin, berichtet Judith Feuerer von der städtischen Pressestelle. "Wir sind mit den Abbrucharbeiten fertig", freut sich Bauleiter Hardy Gutmann, dass bereits mit den Erdarbeiten für das neue Bad begonnen werden konnte.

"Wir sind dem Zeitplan sogar etwas voraus", sagt er und betont: "Auch der Kostenrahmen konnte bisher gut eingehalten werden." Dabei ist die Baustelle aufgrund des Untergrunds bisweilen wortwörtlich eine steinharte Herausforderung. Nicht nur auf dem Schwimmbadareal erfordert schiefriger Fels schweren Maschineneinsatz, auch unter dem Straßenasphalt stießen die Tiefbauer auf Felsen. Dieser muss durchbohrt werden, um dem Traischbach einen größeren Durchfluss zu ermöglichen.

Auf der anderen Seite sind die Bachbettarbeiten schon fast abgeschlossen. Von Anfang an laufen die Tiefbauarbeiten für Bad und Hochwasserschutz parallel. "So konnten wir viele Synergieeffekte nutzen", verweist Gutmann beispielsweise auf gemeinsam eingerichtete Baustraßen, effektiven Einsatz der Maschinen und Fahrzeuge sowie die Koordinierung beider Projekte.

Zugute kam der Großbaustelle, dass in den vergangnen Wochen immer gearbeitet werden konnte. "Neben passendem Wetter haben wir eine sehr gute Leistung der Baufirma", lobt Gutmann. Mindestens einmal wöchentlich trifft sich der Planer mit Verantwortlichen von Firmen und Stadtverwaltung.

Im neuen Jahr Fundamentarbeiten

Kürzlich wurde mit der "Planie" begonnen: Mit Bodenstabilisierungen sollen Setzungsschäden vermieden werden. In einem hydraulischen Kalkverfahren wird das ausgegrabene Material aufgearbeitet und ihm Wasser entzogen. Dieses "Recycling" vorhandenen Materials spart Kosten. Derzeit wird das sich bildende Schichtwasser aus den Baugruben in den noch vorhandenen Filterteich gepumpt. Auf diese Weise dient er noch einmal der Filtrierung und sorgt für umweltgerechte Entsorgung des Schichtwassers. Brauchbares nutzen - das gilt auch für das künftige Funktionsgebäude II. In den nächsten Wochen werden die Hochbauarbeiten für dessen Teilabriss und gleichzeitige Erweiterung ausgeschrieben.

Im neuen Jahr soll mit den Fundamentarbeiten für das Bad begonnen werden. "Wir sind mit dem Bauverlauf sehr zufrieden", erklärt der Leiter der städtischen Bauverwaltungsabteilung, Andreas Fritz. Auch Christian Gaida, der im Rathaus für den Hochwasserschutz zuständig ist, zeigt sich zuversichtlich. Die Herausforderung liegt für ihn und den Planer vor allem nun darin, Naturschutz, Hochwasserschutz und Badgestaltung in Einklang zu bringen. Denn im Bad selbst soll der Bachlauf naturnah ausgebaut werden.

www.badisches-tagblatt.de

 

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