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Start News Presse 2019-11-21 GaWo

2019-11-21 GaWo

Arbeiten im Waldseebad liegen im Zeit- und Kostenplan

Einzig das Funktionsgebäude mit den Umkleiden und ein einzelnstehendes Edelstahlgeländer deuten auf Gaggenaus derzeit wohl größter Baustelle noch auf das ehemalige Waldseebad hin. „Wir sind mit den Abbrucharbeiten fertig“, freut sich Bauleiter Hardy Gutmann darüber, dass sogar schon mit den Erdarbeiten für das neue Bad begonnen werden konnte.

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Foto: Das ehemalige Filterbecken ist noch im Einsatz / Stvw

„Wir sind dem Zeitplan sogar etwas voraus“, berichtet er und ergänzt „auch der Kostenrahmen konnte bisher gut eingehalten werden“. Dabei ist die Baustelle aufgrund des Untergrunds bisweilen wortwörtlich eine steinharte Herausforderung. Nicht nur auf dem Schwimmbadareal erfordert schiefriger Fels schweren Maschineneinsatz, auch unter dem Straßenasphalt stießen die Tiefbauer auf Felsen. Dieser muss durchbohrt werden, um dem Traischbach einen größeren Durchfluss zu ermöglichen. Auf der anderen Seite sind die Bachbettarbeiten schon fast abgeschlossen. Von Anfang an laufen die Tiefbauarbeiten für das Bad wie auch den Hochwasserschutz parallel. „So konnten wir viele Synergieeffekte nutzen“, verweist Gutmann beispielsweise auf gemeinsam eingerichtete Baustraßen, den effektiven Einsatz der Maschinen und Fahrzeuge sowie die Koordinierung beider Projekte.

Zugute kam der Großbaustelle, dass in den letzten Wochen das Wetter mitspielte und so immer gearbeitet werden konnte. „Neben passendem Wetter haben wir auch eine sehr gute Leistung der Baufirma“, lobt Gutmann. Mindestens einmal wöchentlich trifft sich der Planer mit den Verantwortlichen der Baufirmen und der Stadtverwaltung. In den letzten Tagen wurde mit der „Planie“ begonnen, das heißt es werden Bodenstabilisierungsmaßnahmen durchgeführt, um Setzungsschäden beim neuen Bad zu vermeiden. In einem hydraulischen Kalkverfahren wird das „alte“ ausgegrabene Material dabei aufgearbeitet und ihm Wasser entzogen. Die „Recyclingmaßnahme“ vorhandenen Materials spart einiges an Kosten. Ohnehin wird bei dem Großbauprojekt“ auf Synergien und Einsparmaßnahmen geachtet. So wird derzeit das sich bildende Schichtwasser in den Baugruben abgepumpt und in den noch vorhandenen Filterteich geleitet. Auf diese Weise dient er noch einmal der Filtrierung und sorgt für die umweltgerechte Entsorgung des Schichtwassers.

Brauchbares nutzen – das gilt auch für das künftige Funktionsgebäude II. In den nächsten Wochen werden die Hochbauarbeiten für den Teilabriss des Gebäudes und die gleichzeitige Erweiterung ausgeschrieben. Im neuen Jahr soll bereits mit den Fundamentarbeiten für das künftige Bad begonnen werden. „Wir sind mit dem Bauverlauf sehr zufrieden“, erklärt der Leiter der städtischen Bauverwaltungsabteilung, Andreas Fritz.  Auch Christian Gaida, der im Rathaus für den Hochwasserschutz zuständig ist, zeigt sich zuversichtlich, dass die Arbeiten für den Hochwasserschutz auf einem guten Weg sind. Die Herausforderung liegt für ihn und den Planer vor allem nun darin, Naturschutz, Hochwasserschutz und Anforderungen an die Badgestaltung miteinander zu vereinen. Denn im Bad selbst soll der Bachlauf naturnah ausgebaut werden.

Quelle: GaWo 45. Jahrgang Nr. 47 / 2019 21 . November 2019

 

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