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Start News Presse 2019-11-07 GaWo

2019-11-07 GaWo

Gemeinderat beschäftigt sich mit Gestaltungsfragen im Waldseebad

Während derzeit am Waldseebad vor allem Tiefbauarbeiten, Hochwasserschutzmaßnahmen und Vorbereitungen für den Neubau erfolgen, bereitete eine Arbeitsgruppe Vorschläge zu Detailfragen der Ausstattung im neuen Waldseebad vor.

Diese wurden am Montagabend im Gemeinderat vorgestellt und von diesem auch mitgetragen. Diskutiert worden waren in der Gruppe beispielsweise Fragen zur Beleuchtung, Beschallung, Ausstattung, Farbgebung und viele weitere Einzelheiten. Unter anderem wurde dem Gemeinderat geraten, auf zusätzliche Beleuchtung oder auch auf hochwertige Beschallung zu verzichten. Besonders gespannt dürften die künftigen Nutzer auf die Ausstattung der Becken sein. Im technischen Nichtschwimmerbecken gibt es unter anderem Sprudelsitzbank, Massagedüsen, Schaukelbuchten, Luftsprudelplatten, Nackendusche und eine Breitwellenrutsche. Sofern im Becken Schwimmunterricht stattfinden soll, können die einzelnen Attraktionen abgeschaltet werden. Die Breitwellenrutsche wird ausschließlich in Edelstahl ohne zusätzliche Farben ausgeführt werden. Im Naturbad sieht der Planentwurf neben einer Massagestation im Schwimmerbereich, in der Mitte des Nichtschwimmerbeckens einen Geysir sowie am Beckenrand zwei Wasserspeier vor. Außerdem ist noch ein Wasserfall eingeplant. Das Nichtschwimmerbecken des Naturbades soll zudem ausreichend Platz für ballspielende Kinder oder auch für den Einsatz mobiler Spielgeräte bieten.

Die Elemente im technischen Kinderplanschbecken wie beispielsweise Rutsche und Krabbe werden in der Farbe Rot ausgeführt werden. Auch dort gibt es verschiedene Wasserspielele. Für das Kinderplanschbecken im Naturbad schlug die Arbeitsgruppe vor, dass in diesem Becken keine Plastikelemente aufgestellt werden sollten, um den Naturbadcharakter zu wahren.

Farb- und Gestaltungskonzept einschließlich Fassadengestaltung

Der Vorschlag der Planer das Farbkonzept an der Kombination Stahl, Stein und Holz zu orientieren, wurde begrüßt. Die Gebäudefassaden sollen mit Holz und die Dächer mit Titanzink oder Aluminium verkleidet werden. Von der Arbeitsgruppe wurde gewünscht, dass bei der Holzauswahl die Problematik der Nachverwitterung berücksichtigt wird. Auch im Eingangsbereich wird mit Holz gearbeitet werden.

Umbauarbeiten am vorhandenen Kabinengebäude

Im Obergeschoss soll der Damenbereich so umgestaltet werden, dass der Zugang von den Duschen zu den Umkleidekabinen nicht einsehbar ist. Im Untergeschoss soll eine behindertengerechte Dusche und Toilette eingebaut werden. Dem Gesamtfarb- und Gestaltungskonzept wird auch die Fassade des Gebäudes angepasst. Das Dach des alten Kabinengebäudes ist nicht zur Erneuerung vorgesehen, da in diesem Fall sämtliche tragenden Bauteile neu konzipiert werden müssten. Ein solcher Eingriff wäre mit unverhältnismäßig hohen Kosten verbunden und somit nicht mehr wirtschaftlich.

Stimmen aus dem Gemeinderat

SPD-Fraktion

GR beschließt weitere Weichenstellungen für das neue Waldseebad

Die Ausgestaltung des neuen Waldseebades nimmt immer konkretere Formen an. Eine Arbeitsgruppe von tangierten Vereinen, interessierten und fachkundigen Bürgern, Stadträten und Verwaltungsmitarbeitern hat für den Gemeinderat konkrete und detaillierte Umsetzungsvorschläge für die verschiedenen Becken und das Umfeld erarbeitet. Der Gemeinderat hat die Empfehlungen dieser Arbeitsgruppe gebilligt und damit weitere wichtige Weichenstellungen für das Naturerlebnisbad vorgenommen.

Gerd Pfrommer, Tel: 07225 74102

FDP-Gruppierung

überschaubare Finanzlage in Gaggenau

Trotz großer Mühe gelingt es uns FDP-Gemeinde nicht, die problematischen und offenen Fragen zu klären. Die Verwaltung hält sich schon lange nicht mehr an den Grundsatz der Haushaltswahrheit und Klarheit. Dennoch haben wir zum Zeichen des guten Willens dem 1. Nachtragshaushalt zugestimmt.

Gleichzeitig haben wir erfolglos darauf gedrängt, die aus dem Haftpflicht-Prozess beim Waldseebad wegen grober Planungsfehler und möglicher eigenen städtischen Verantwortung entstehenden Ansprüche in Höhe von 500.000 Euro als Einnahmen in den Haushalt einzustellen.

Wir haben angekündigt, den erforderlichen 2. Nachtragshaushalt nur zuzustimmen, wenn sämtliche Unklarheiten beseitigt sind. Wir kündigen an, dass wir auch für die Jahre 2021 und 2022 keinen Doppelhaushalt zustimmen, weil wegen der unsicheren politischen Lage Haushaltspläne „auf Sicht" aufgestellt und beschlossen werden müssen.

Theo Gehrmann, Tel: 0172 7203151

Quelle: GaWo 45. Jahrgang Nr. 45 / 2019 7 . November 2019

 

 

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