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Start News Presse 2019-11-06 BNN

2019-11-06 BNN

Naturbecken soll nicht überfrachtet werden

Arbeitsgruppe Waldseebad spricht sich für minimalistische Ausstattung aus / Keine Mehrausgaben für Lautsprecher und Beleuchtung

Von BNN Redaktionsmitglied Dominic Körner

bnn06112019

GROSSE BAUSTELLE: Im Gaggenauer Waldseebad rollen seit Wochen die Bagger. Der beliebte Treffpunkt wird in den kommenden Monaten neu gestaltet werden. Foto: Körner

 

Gaggenau. Keine zusätzliche Beleuchtung, keine teure Lautsprecher-Anlage, weniger Attraktionen: Die für die Neukonzeption des Waldseebades zuständige Arbeitsgruppe hat bei ihrer ersten Sitzung den Rotstift angesetzt. Ihren Überlegungen hat sich der Gaggenauer Gemeinderat nun angeschlossen. Die einzelnen Punkte auf einen Blick:

Beschallung

Klar: Auch bislang sind Lautsprecher eingeplant. Nun ging es aber um die Frage, ob eine hochwertigere Beschallung, etwa zur Moderation von Wettkämpfen, installiert werden soll. Damit wären Mehrkosten von mindestens 11 000 Euro verbunden. Diese Investition lehnt die Arbeitsgruppe ab. Sie verweist auf die Möglichkeit, für Veranstaltungen eine mobile Lautsprecher-Anlage zu mieten.

Beleuchtung

Die Planung sieht bislang nur Lichter an den Gebäuden vor, um die Zugänge zum Bad beleuchten zu können. Die Planer beziffern die Kosten für eine zusätzliche Beleuchtung der Verkehrsflächen mit Pollerleuchten auf gut 35 000 Euro. Die Arbeitsgruppe, die sich aus Mitgliedern des Lenkungskreises „Zukunft Gaggenau 2030“ zusammensetzt, hält diese Ausgaben für entbehrlich. Ihre Begründung: Während der Regelöffnungszeiten, sprich am Tag, sei eine Beleuchtung nicht notwendig. Ferner würden im neu gestalteten Waldseebad ausreichend Stromanschlüsse verlegt.

Kabinengebäude

Der Damenbereich im OG soll so umgestaltet werden, dass der Zugang von den Duschen zu den Umkleiden nicht einsehbar ist. Ferner regte die Gruppe den Einbau einer behindertengerechten Dusche und Toilette im Männerbereich an. Dafür biete sich der Bereich direkt neben den Duschen an. Dieser Wunsch war das Ergebnis eines Gesprächs mit Christoph-Benedikt Scheffel, der sich in Gaggenau für die Inklusion von Menschen mit Behinderung engagiert.

Schwimmbecken

Wenn im Nichtschwimmer-Becken des technischen Bades Schwimmunterricht stattfindet, können die einzelnen Attraktionen abgeschaltet werden. Eine Rutsche im naturbelassenen Nichtschwimmer-Bereich lehnt die Arbeitsgruppe mit Verweis auf die geplante Rutsche im technischen Bad ab. Das natürliche Nichtschwimmer-Becken, so der Tenor, solle „nicht mit Attraktionen überfrachtet“ werden. Stattdessen solle ausreichend Platz für ballspielende Kinder und den Einsatz mobiler Spielgeräte bleiben. Das Konzept für das Kinder-Planschbecken im technischen Bereich mit einer Rutsche wurde begrüßt. Im Natur-Planschbecken soll auf Plastikelemente verzichtet werden.

Gestaltungskonzept

Die Leitidee für das Farbkonzept steht: Stahl, Stein und Holz. Von den Planern vorgeschlagen, wurde sie nun auch von der Arbeitsgruppe abgesegnet. Dementsprechend sollen für die Gestaltung der Gebäudefassaden Holz, an den Dächern Titanzink oder Aluminium zum Einsatz kommen.

www.bnn.de

 

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