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Saison 2015

2015-07-25 BT

Naturbad soll ertüchtigt werden

Bürgermeister Michael Pfeiffer will kleinere Maßnahmen in Angriff nehmen

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Bei sommerlichen Temperaturen erfreut sich das Waldseebad großer Beliebtheit.

Gaggenau (red) - Erstmals unter dem Vorsitz von Bürgermeister Michael Pfeiffer tagte die Arbeitsgruppe Waldseebad, die aus Vertretern des Gemeinderats, der Stadtverwaltung und des Freundeskreises Waldseebad besteht. "Alle Beteiligten waren sich darin einig, das traditionsreiche Waldseebad auch in Zukunft als Naturbad zu betreiben", berichtet die Stadtverwaltung.

Dabei blickten die Sitzungsteilnehmer noch einmal auf die außergewöhnliche Hitzeperiode Anfang Juli zurück, als das Bad infolge zu geringer Wassersichttiefe aus Sicherheitsgründen geschlossen werden musste. Das sei zwar ein Ausnahmefall gewesen, könne bei einem Naturbad aber durchaus mal vorkommen, zumal wenn - wie in der Hitzeperiode geschehen - das Naturbad-Modell an seine Grenzen stoße. Dies bedeute aber nicht, dass man besagtes Modell jetzt infrage stellen würde. In der Betriebsanleitung des Bades sei ein solcher Fall (unzureichende Sichttiefe infolge Witterung) sogar vorgesehen: "Zu einem Naturbad gehört eine Schließung dieser Art durchaus dazu", betont die Stadtverwaltung.

Es gebe auch keine Anhaltspunkte, dass die jüngste vorübergehende Schließung etwas mit den bekannten Mängeln des Bades zu tun gehabt haben könnte. Sie sei ausschließlich witterungsbedingt gewesen. Im Übrigen seien in jenen Tagen extremer Hitze auch chemisch betriebene Chlorbäder am Rande ihrer Belastbarkeit oder darüber hinaus gewesen, gibt die Verwaltung zu bedenken ohne Beispiele zu nennen.

Im Waldseebad habe die Wassertemperatur vor der Schließung am 6. Juli 28,5 Grad Celsius betragen. "25 Grad Celsius sollten im Naturbadbecken aber nicht überschritten werden." Die Temperatur zu senken wäre jedoch nur über extreme Kaltwasserzufuhr möglich gewesen, wovon die Verantwortlichen allerdings Abstand nahmen. Denn sonst hätte der Phosphatgehalt des frischen städtischen Trinkwassers das Wachstum der grundsätzlich völlig harmlosen Schwebe- und Kieselalgen so gefördert, dass die Sichttiefe noch weiter abgenommen hätte.

Noch einmal betont wurde, dass selbst während der großen Hitze die Badewasserqualität immer sehr gut gewesen sei. Auch seien im Wasser nie beispielsweise Blaualgen, sondern immer nur die gänzlich ungefährlichen Schwebe- und Kieselalgen nachgewiesen worden. Das alles bestärke die Verantwortlichen, dem Waldseebad als Naturbad die sprichwörtliche Stange zu halten.

Sollte trotzdem witterungsbedingt erneut eine Abnahme der Sichttiefe unter einem Meter eintreten - was in den ersten neun Jahren als Naturbad nie gemessen wurde -, dann können alle Saisonkartenbesitzer das Kuppelsteinbad in Ottenau besuchen. Darauf haben sich der dortige Trägerverein und die Stadtverwaltung geeinigt. Derzeit liege die Sichttiefe bei mehreren Metern.


Weniger Phosphat durch Brunnen?


 Auf große Zustimmung unter den Sitzungsteilnehmern stieß die Aussage von Bürgermeister Pfeiffer, das Waldseebad mit kleinen Maßnahmen zu ertüchtigen. Diese Eingriffe würden auch nicht weiter zu Kasse schlagen, sondern könnten im Rahmen der gängigen Betriebskosten verbucht werden. Als Erstes schwebt dem Bürgermeister vor, den auf dem Badgelände vorhandenen Brunnen zu ertüchtigen, auszubauen und gegebenenfalls zu ergänzen.

Untersuchungen hätten ergeben, dass der Phosphatgehalt des Brunnenwassers deutlich unter dem des Gaggenauer Leitungswassers liege. Je mehr Badewasser aus besagtem Brunnen nachgefüllt werden könnte, umso weniger Phosphat käme ins Becken - und umso weniger Nährstoffe für Algen gäbe es. Ein weiterer Schritt wäre der Austausch des Kieses in den Randflächen, da dieser nach neun Jahren eine erhebliche Menge an Sedimenten enthalte, die möglicherweise das Algenwachstum weiter verstärken. Weitere Schritte wären in Abhängigkeit vom Ausgang des Beweissicherungsverfahrens zu klären.

Auch auf dieses seit 2012 laufende Gerichtsverfahren zwischen der Stadt und dem Naturbadplaner sind die Verantwortlichen eingegangen. Bekanntlich prozessiert die Stadt gegen den Planer wegen angeblicher Planungsmängel. "Hier ist ein Ende noch nicht so richtig in Sicht beziehungsweise nur schwer prognostizierbar", hieß es gestern. Noch laufe das Beweissicherungsverfahren, erst nach Abschluss könne das entscheidende Hauptsacheverfahren beginnen.

www.badisches-tagblatt.de

 

Neues Kleinspielfeld im Waldseebad eingeweiht

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18.07.2015 (FKW) - Mit einem Fußballtennis Turnier wurde am 18. Juli der frisch renovierte Sportplatz eingeweiht. Fünfzehn Mannschaften meldeten sich bei Organisator Daniel Zimmer, welcher die gesamte Turnierorganisation und Leitung übernahm. Hierfür gab es viel Lob vom Profi Andreas Kratzmann Jugendkoordinator vom FVR Bad Rotenfels, der dem Waldseebad extra zu diesem Anlass drei Bälle spendete.

Die Bälle können gegen Pfand bei der Badeaufsicht ausgeliehen werden. Sabine Arnold vom Freundeskreis schloss sich den Worten von Andreas Kratzmann an und wünschte sich für die Zukunft mehr Veranstaltungen dieser Art im Waldseebad. "Mit dem renovierten Kleinspielfeld ist unser Waldseebad wieder etwas attraktiver geworden", so Arnold. Der Belag ist optimal so die einhellige Meinung aller Turnierteilnehmer.

Die ersten vier Mannschaften beim Turnier waren:


1. Dynamo Tresen
2. Die Überlappen
3. LA Lakers
4. Die Strumpfkicker

Danke auch dem Waldseebadkiosk und Waldseebadrestaurant, welche die Preise für die Turniersieger Platz 1-3 gestiftet haben. Wir hoffen es hat allen Spaß gemacht und wünschen uns eine Wiederholung in der nächsten Saison, dann vielleicht mit etwas mehr Publikum.

 

Zum Thema

Qualität von Badegewässern

Baden zählt zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten im Sommer. Viele Menschen zieht es dazu raus ins Grüne an einen See. Doch welche Badestelle eignet sich zum Schwimmen? Bei offiziell registrierten Badegewässern wird die Wasserqualität streng kontrolliert, damit besteht für die Badenden kein Gesundheitsrisiko. Wie kann man Verschmutzungen erkennen, was sind die Ursachen – und wie können Badegewässer geschützt werden?

Im Sommer suchen viele Menschen Erholung am und im Wasser – nicht nur in Schwimmbädern, sondern auch an Seen, Teichen, Meeresküsten und manchmal an Flüssen. Meist finden sich Badestellen jedoch an stehenden Gewässern. Dazu zählen natürliche Gewässer wie Seen und größere Weiher, also Seen mit besonders flachem Wasser, sowie von Menschen angelegte Teiche.

Stehende Gewässer können sich im Vergleich zu Flüssen sehr viel schlechter selbst reinigen und sind besonders anfällig für Belastungen von außen. Dazu zählen Müll, Fäkalien von Haustieren oder Wasservögeln sowie von den Badenden selbst, Abwässer aus überlaufenden Kanalisationen oder Einleitungen aus Kläranlagen sowie Abschwemmungen aus landwirtschaftlichen Nutzflächen. Solche Verschmutzungen sehen nicht nur unappetitlich aus und riechen unangenehm, sondern können aufgrund ihrer Bakterienbelastung auch eine Gefahr für die Gesundheit darstellen. Eine Infektion kann unter anderem zu Durchfall, Erbrechen oder Fieber führen.

Auch eine massenhafte Entwicklung von Algen kann Gesundheitsstörungen wie Bindehautentzündung, Hautausschlag oder sogar chronische Leberschädigungen bei den Badenden hervorrufen.


Registrierte Badegewässer unterliegen strengen Kontrollen


Verlässlich kontrolliert wird die Wasserqualität bei offiziell registrierten Badegewässern. Dem EU-Badegewässerbericht zufolge gab es in Deutschland 2012 insgesamt 2.295 solcher Gewässer – davon 1.929 Binnenbadegewässer sowie 366 Küstenorte an Nord- und Ostsee. Große Seen wie etwa der Chiemsee können mehrere Badestellen besitzen, die als offizielle Badegewässer ausgewiesen sind. Solche Gewässer werden während der Badesaison (in den meisten Bundesländern vom 15. Mai bis zum 15. September) regelmäßig kontrolliert. In Deutschland übernehmen diese Aufgabe häufig die Gesundheitsämter.

Die EU-Badegewässerrichtlinie setzt EU-weit den rechtlichen Rahmen für Badegewässer. Die aktuell geltende Richtlinie ist im März 2006 in Kraft getreten und musste von jedem EU-Mitgliedsstaat in nationales Recht umgewandelt werden. In Deutschland ist jedes Bundesland für die Überwachung seiner Badegewässer selbst verantwortlich, so dass entsprechende Landesverordnungen verabschiedet wurden.

Mit Inkrafttreten der neuen Richtlinie beruht die Beurteilung eines Badegewässers nicht mehr nur auf Einzelmessungen, sondern auf den Daten aus insgesamt vier Jahren. Pro Gewässer werden während der Badesaison in der Regel mindestens vier Proben entnommen, analysiert und mit den Ergebnissen aus den drei vorangegangenen Jahren verglichen. Auf dieser Basis erfolgt die Bewertung des Gewässers in die Güteklassen "ausgezeichnet", "gut" und "ausreichend". Die ersten nach dieser Methode ermittelten Werte standen nach Ende der Badesaison 2011 fest. Für die Jahre 2008 bis 2010 galt eine Übergangsregelung.


E.coli und Enterokokken als wichtige Indikatoren


Mit der EU-Richtlinie von 2006 ist ein aktives Management der Badegewässer in den Vordergrund gerückt. Für jedes Badegewässer legen die zuständigen Behörden ein sogenanntes Gewässerprofil an, in dem – unter anderem – alle für die Qualität des Wassers relevanten Verschmutzungsquellen dokumentiert sind sowie mögliche Probleme mit Cyanobakterien (Blaualgen) aufzeigt werden. Als wichtigste mikrobiologische Werte zur Beurteilung der Wasserqualität gelten die Konzentrationen der Darmbakterien Enterokokken und Escherichia coli (E. coli).

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2015-07-17 BNN

„Alle Werte im grünen Bereich”

Stadtverwaltung und Freundeskreis stellen die sehr gute Wasserqualität im Naturbad heraus

Gaggenau (dor/BNN). Der Freundeskreis Waldseebad e.V. nimmt zu den Ereignissen der letzten Woche, insbesondere der zwischenzeitlichen Schließung des Naturbades, Stellung und betont die gute Wasserqualität des Bades.

Groß sei die Verunsicherung bei vielen Badegästen des Waldseebades gewesen, als am Montag vor einer Woche das Bad wegen zu geringer Sichttiefe geschlossen wurde. Diese Maßnahme war notwendig geworden, weil die erforderliche Sichttiefe von einem Meter nicht mehr gegeben war (wir berichteten). Trotz aller Erklärungsversuche halte sich seitdem bei einigen Gaggenauern das Gerücht des „umgekippten" Badewassers hartnäckig, klagt der Freundeskreis.

Das dem nicht so war oder ist, beweise das Ergebnis einer nach der Schließung (Mittwoch, 8. Juli) von der Stadtverwaltung vorsorglich angeordneten Wasseranalyse. Diese bescheinige dem Waldseebad eine hervorragende Wasserqualität, und das trotz des großen Besucherandrangs.

Diese Aussage bestätigt die Stadtverwaltung auf BNN-Nachfrage. Bei der genannten außerplanmäßigen Untersuchung seien zwei Bakterien (Enterokokken, Pseudomonas) gar nicht vorgekommen; bei E.Coli-Bakterien sei an der Messstelle im Badebereich ein geringer Wert von zehn KBE (die zulässige Obergrenze sind 100) gemessen worden. Da nach dem Reinigungsvorgang der E.Coli-Wert im sogenannten „Reinwasser" aber wieder bei null gelegen habe, könne man festhalten, „dass der Reinigungskreislauf funktioniert", so der städtische Pressesprecher Manfred Mayer. Trotz der großen Hitze und der erfreulich großen Besucherzahl seien somit „alle Werte im grünen Bereich geblieben", fasst Mayer zusammen.

Auch die untersuchten Algen stellten sich als harmlos heraus, betont der Freundeskreis weiter; Grünalgen und Kieselalgen versperrten am Montag, 6. Juli, die Sichttiefe, so der Freundeskreis in seiner gestrigen Stellungnahme.

Aufgrund der aktuellen Ereignisse habe die Stadtverwaltung nun reagiert und für kommende Woche die konstituierende Sitzung der „Arbeitsgruppe Waldseebad" anberaumt.

In dieser Arbeitsgruppe, der neben Bürgermeister Michael Pfeiffer, Vertretern der Stadtratsfraktionen und der Stadtverwaltung auch . Vorstandsmitglieder des Freundeskreises Waldseebad angehören, „geht es um die Zukunft unseres geliebten Bades", schreibt der Freundeskreis.

Aus diesem Grund bittet der Freundeskreis Waldseebad die Badegäste um Mithilfe: Im Waldseebad liegen bei den Umkleidekabinen Fragebögen zu diesem Thema aus.

Außerdem besteht die Möglichkeit, sich online auf der Homepage www.waldseebad-gaggenau.de zu beteiligen. Der Verein möchte die Wünsche und Anregungen der Badegäste in die Beratungen einfließen lassen und bittet um rege Teilnahme.


icon infoTermine im Naturbad


 

  • Am heutigen Freitag ist ab 13 Uhr wieder Wasserspaß mit Horst Jochirr im Waldseebad angesagt. Jede Menge Luftmatratzen und Schwimmtiere möchten erobert werden. Der Freundeskreis baut wieder einen Waffelstand auf.
  • Am morgigen Samstag wird der neue Sportplatz mit einem Fußballtennisturnier eingeweiht (ab 10 Uhr).
  • Am Freitag, 24. Juli, ab 21 Uhr „Elvis am See": Eric Prinzinger mit Band - eine einzigartige Show und Lichteffekte werden angekündigt.
  • Am Samstag, 25. Juli, gastiert das Oropax-Chaos-Theater mit seiner Openair-Wasser-Show im Bad. Ab 21 Uhr geht's los.
  • Außerdem findet jeden Montag ab 18 Uhr Wassergymnastik mit Heinz Herm statt.

 

www.bnn.de

 


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