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Start News Presse 2019-06-05 BNN

2019-06-05 BNN

Sanierungspläne und Auftragsvergaben

Gaggenauer Gemeinderat erhält Sachstandsbericht über die Situation der Schwimmbäder

Keine neuen Mängel im Murgana festgestellt

Von BNN Mitarbeiter Joachim Kocher

Gaggenau. Das Waldseebad in Gaggenau wird erst im Mai 2021 wiedereröffnet. Dies gab der Leiter des Bauverwaltungsamtes Gaggenau, Andreas Fritz, während der Gemeinderatssitzung am vergangenen Montag bekannt. Ursprünglich war geplant, das Bad bereits im Juli 2020 zu eröffnen.

Fritz führt die spätere Eröffnung unter anderem auf die umfangreichen Planungsarbeiten zurück. Oberbürgermeister Christof Florus machte deutlich, dass man dadurch für die Umsetzung der Baumaßnahme deutlich mehr Luft habe.

Fritz präsentierte während der Gemeinderatssitzung einen Sachstandsbericht Bäder, der von der SPD, für alle Freibäder und von der CDU zusätzlich für das Hallenbad gefordert wurde.

Der Leiter des Bauverwaltungsamtes ging zunächst auf das Waldseebad ein und erinnerte daran, dass die Baugenehmigung für den Badumbau im März dieses Jahres erteilt wurde.

Fritz sprach auch die Baugrunduntersuchungen an und betonte, dass am 30. April 2019 die gemeinsame Ausschreibung für Hochwasserschutzmaßnahme sowie Abbruch-/Erd-/Beton-/und Rohrleitungsarbeiten für das Bad erfolgte.

Am 15. Juli 2019 werde voraussichtliche die Auftragsvergabe vorgenommen und Anfang September 2019 mit den Bauarbeiten begonnen. Die Arbeiten der Gesamtmaßnahme werden im April 2021 abgeschlossen. Dann erfolgt die Befüllung der Becken.

Der Leiter des Bauverwaltungsamtes ging anschließend auf das Kuppelsteinbad ein. Aufgrund der Waldseebadschließung habe das Kuppelsteinbad ein deutlich höheres Besucheraufkommen. Der organisatorische Mehraufwand sei ehrenamtlich kaum zu bewältigen. Der Verein habe daher um Unterstützung bei der Betriebsführung gebeten. Die Stadt übernimmt zunächst bis Eröffnung des Waldseebades die Koordination einiger Aufgaben. Die Kosten, so der Leiter des Bauverwaltungsamtes, trägt der Verein. In einigen Sätzen ging Andreas Fritz auch auf die Sanierung des Sulzbacher Freibades ein, das der Sulzbacher Schwimmbadverein seit einigen Jahren plane.

Die aktuelle Planung sehe eine Beckengröße von 550 Quadratmeter in Edelstahlausführung vor. Die Kosten wurden mit 1,13 Millionen Euro veranschlagt. Die Finanzierungslücke be-läuft sich auf rund 160 000 Euro. Hierfür wünscht sich der Verein ein städtisches Darlehen, über das der Gemeinderat am 22. Juli entscheiden wird.

Zuletzt ging Fritz auf das Hallenbad Murgana ein. Er machte darauf aufmerksam, dass im Jahre 2014 ein Sanierungsbedarf von rund 2,23 Millionen Euro ermittelt wurde. Die Zurückstellung über die Entscheidung Sanierung oder Neubau erfolgte im Rahmen der Diskussion zur Neustrukturierung der Bäderlandschaft im Jahre 2017. Seither seien keine neuen größere bauliche Mängel mehr festgestellt worden. Fritz wies jedoch auch auf Schließzeiten im Jahr 2019 aufgrund der Personalsituation hin. Verbesserung der Personalsituation seien umgehend in die Wege geleitet worden.

CDU-Stadträtin Dorothea Maisch sprach von Defiziten, die im Murgana vorhanden sind und fragte daher nach der weiteren Planung. „Wenn etwas getan werden muss, werden wir auf den Gemeinderat zukommen“, sagte Oberbürgermeister Christof Florus. Aktuell habe man keine dramatischen Veränderungen. „Wir können die Augen nicht zu machen vor Realitäten“, sagte der SPD- Fraktionsvorsitzende Gerd Pfrommer im Zusammenhang der späteren Eröffnung des Bades. Außerdem sprach sich Pfrommer für eine weitere Transparenz aus, wenn es zu neuen Veränderungen kommen sollte.

Der Bau- und Umweltausschuss beschäftigte sich während seiner Sitzung am Montag auch mit dem Umbau des Waldseebades und vergab die Architektenleistungen für die Planung und die Errichtung der Funktionsgebäude. Den Zuschlag erhielt die Firma Hardy Gutmann aus Höchenschwand zum Gesamtpreis von 292 410 Euro.

www.bnn.de

 

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